Oberlutter
| Oberlutter Stadt Königslutter am Elm
| ||
|---|---|---|
| Koordinaten | 52° 15′ N, 10° 49′ O | |
| Eingemeindung | 1. Januar 1924 | |
| Eingemeindet nach | Königslutter am Elm | |
| Postleitzahl | 38319 | |
| Vorwahl | 05336 | |
Lage von Oberlutter in Niedersachsen | ||
Oberlutter war bis 1924 eine Gemeinde, deren Gebiet heute zur Innenstadt von Königslutter am Elm im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen in Deutschland gehört.
Geographie
Die Gemeinde Oberlutter lag beiderseits der Lutter und schloss direkt südlich an die historische Stadt Königslutter an. Sie umfasste das heutige Stadtviertel rund um die Straßen Renne, Driebe, Sack, Breite Straße, Mühlenstraße, Kattrepeln, Stobenberg und Schöppenstedter Straße.[1]
Geschichte
Oberlutter wurde schon seit dem Mittelalter als eine Art Vorstadt von Königslutter angesehen. Der Ort gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Amt Königslutter im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel und von 1807 bis 1813 zum Kanton Königslutter im Departement der Oker des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen.[2] Seit 1814 gehörte Oberlutter zum Amt Königslutter des Herzogtums Braunschweig und seit 1833 zum braunschweigischen Kreis Helmstedt.[3] Am 1. Januar 1924 wurde Oberlutter zusammen mit der Gemeinde Stift Königslutter in die Stadt Königslutter eingemeindet.[4][5] Innerhalb der Stadt Königslutter am Elm gehört Oberlutter heute zur Ortschaft der Kernstadt Königslutter.
Einwohnerentwicklung
| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| 1793 | 511 | [2] |
| 1812 | 506 | [6] |
| 1845 | 760 | [3] |
| 1871 | 1031 | [7] |
| 1890 | 1374 | [8] |
| 1910 | 1732 | [9] |
Baudenkmale
Das alte Mühlengebäude an der Lutter sowie eine Vielzahl von alten Wohnhäusern stehen auf dem ehemaligen Gebiet der Gemeinde Oberlutter unter Denkmalschutz.
Einzelnachweise
- ↑ Carl Schönejan: Plan von der Stadt Königslutter, nebst Oberlutter und dem Stifte Königslutter. 1831 (gbv.de).
- ↑ a b Georg Hassel und Karl Bege: Geographisch-statistische Beschreibung der Fürstenthümer Wolfenbüttel und Blankenburg. Band 2. Friedrich Bernhard Culemann, Braunschweig 1803, S. 70 (tu-braunschweig.de [PDF]).
- ↑ a b Karl Venturini: Das Herzogthum Braunschweig in seiner vormaligen und gegenwärtigen Beschaffenheit. Fleckeisen, Helmstedt 1847, S. 251 (google.de).
- ↑ Gesetz über die Eingemeindung der Landgemeinden Oberlutter und Stift Königslutter in die Stadt Königslutter. In: Freistaat Braunschweig (Hrsg.): Braunschweigische Gesetz- und Verordnungssammlung, 110. Jahrgang. Braunschweig 23. Juni 1923, Stück 34, S. 251 ff. (tu-braunschweig.de).
- ↑ Verordnung des Staatsministeriums über den Zeitpunkt der Eingemeindung der Landgemeinden Oberlutter und Stift Königslutter in die Stadt Königslutter. In: Freistaat Braunschweig (Hrsg.): Braunschweigische Gesetz- und Verordnungssammlung, 110. Jahrgang. Braunschweig 31. Juli 1923, Stück 38, S. 251 (tu-braunschweig.de).
- ↑ Georg Hassel: Statistisches Repertorium über das Königreich Westphalen. Vieweg, Braunschweig 1813 (uni-muenster.de).
- ↑ Volkszählung 1871
- ↑ Volkszählung 1890
- ↑ Uli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Abgerufen am 12. November 2025.
