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Schöningen

Aus Helmstedt-Wiki
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Schöningen
Markierung
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schöningen hervorgehoben
Koordinaten: 52° 8′ N, 10° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Helmstedt
Höhe: 126 m ü. NN
Fläche: 35,5 km²
Einwohner:innen: 10.937 (31. Dez. 2025)
Bevölkerungsdichte: 308 Einwohner:innen je km²
Postleitzahlen: 38364
Vorwahlen: 05352
Kfz-Kennzeichen: HE
Gemeindeschlüssel: 03 1 54 019
LOCODE: DE 73U
Stadtgliederung: 3 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 1
38364 Schöningen
Website:
Bürgermeister: Malte Schneider (SPD)
Die Räume der Schöninger Stadtverwaltung befinden sich links hinter den Bäumen; im Erdgeschoss des alten Rathauses ist das Restaurant Ratskeller untergebracht

Schöningen ist eine Stadt im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen in Deutschland.

Geografie

Geografische Lage

Schöningen liegt am Höhenzug Elm etwa elf Kilometer südwestlich der Kreisstadt Helmstedt an der Grenze zu Sachsen-Anhalt.

Stadtgliederung

Schöningen gliedert sich mit zwei naheliegenden Ortschaften in drei Stadtteile:

Geschichte

Im Gebiet um Schöningen hielten sich bereits während der Altsteinzeit Frühmenschen auf. Innerhalb des ehemaligen Tagebaus Schöningen wurden 1994 bei Ausgrabungen die rund 200.000 Jahre alten „Schöninger Speere“ gefunden. Die Wurfgeräte sind die ältesten vollständig erhaltenen Jagdwaffen, die einen wichtigen Beleg für die aktive Jagd des Homo heidelbergensis darstellen. Die seither anhaltenden Ausgrabungen im Tagebau Schöningen führten zu weiteren bedeutenden Entdeckungen, wie dem Fund des Wurfstocks von Schöningen als ältestem Exemplar weltweit, dem Fund des Waldelefanten von Schöningen und dem Fund von mehreren Säbelzahnkatzen. 2023 wurden hier drei Fußabdrücke des Homo heidelbergensis freigelegt, die etwa 300.000 Jahre alt sein sollen und damit die ältesten jemals entdeckten menschlichen Fußabdrücke weltweit sind.[1]

Eine durchgehende Besiedlung ist für die Stadt Schöningen, die wegen ihrer Salzvorkommen besondere Bedeutung erlangte, seit etwa Christi Geburt nachweisbar. Sie war in karolingischer Zeit Königshof, wurde 747 zusammen mit Ohrum erstmals urkundlich erwähnt als „Scahaningi“ und ist damit der älteste Ort im ehemaligen Herzogtum Braunschweig. Bereits damals gab es hier die Saline Schöningen. Sowohl Pippin der Jüngere als auch Karl der Große sind auf ihren Kriegszügen in Schöningen eingezogen. 994 und 995 hielt auch König Otto III. mehrmals hier Hoflager, dessen Kanzler Erzbischof Willigis von Mainz in Schöningen geboren sein soll. Mehrere Adelsgeschlechter hatten am Elmrand ihren Sitz und im 13. Jahrhundert wurde dem Deutsch-Ritter-Orden die im Elm nahe Schöningen liegende Elmsburg übertragen. Die Edelherren von Warberg waren reichsunmittelbar und nur dem König untertan. Als das Geschlecht in Fehden verarmte, trug es seine Besitztümer den Welfen als Lehen auf. Die Welfen hatten bereits um 1347 mit dem Schloss Schöningen eine starke Befestigung zum Schutz ihrer östlichen Landesgrenze angelegt.

Von 1949 bis 1989 lag Schöningen im Zonenrandgebiet, unmittelbar an der innerdeutschen Grenze. 1976 wurde die Fußgängerzone eröffnet.[2] 1989 berichtete Der Spiegel über eine Abhörstation der NSA.[3] Am 19. November 1989 wurde im Zuge der Wende die Grenze geöffnet und die Straße in den Nachbarort Hötensleben mit der Brücke über die Schöninger Aue freigegeben.[4]

Im Jahr 1997 war Schöningen Ausrichter des Kulturfestes Tag der Braunschweigischen Landschaft.

Eingemeindungen

Am 1. April 1971 wurde ein Großteil des Gebietes der aufgelösten Gemeinde Alversdorf eingegliedert. Am 1. März 1974 kamen Esbeck und Hoiersdorf hinzu.[5]

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1861[6] 4766  
1968 18343  
1969 17981  
Jahr Einwohner
1970 17966  
1971 17723  
1972 17255  
1973 16923  
1974 16608  
1975 16348  
1976 16027  
1977 15830  
1978 15593  
1979 15363  
Jahr Einwohner
1980 15155  
1981 15001  
1982 14935  
1983 14608  
1984 14447  
1985 14227  
1986 14156  
1987 14605  
1988 14559  
1989 14742  
Jahr Einwohner
1990 15052  
1991 15065  
1992 15156  
1993 15086  
1994 15022  
1995 14767  
1996 14620  
1997 14494  
1998 14314  
1999 14237  
Jahr Einwohner
2000 14037  
2001 13808  
2002 13570  
2003 13415  
2004 13220  
2005 12970  
2006 12719  
2007 12560  
2008 12428  
2009 12270  
Jahr Einwohner
2010 12048  
2011 11542  
2012 11377  
2013 11385  
2014 11327  
2015 11430  
2016 11405  
2017 11412  
2018 11306  
2019 11212  
Jahr Einwohner
2020 11214  
2021 11121  
2022 11244  
2023 11205  
2024 11078  
2025 10937  

Hinweis: Einwohnerzahlen von Landesamt für Statistik Niedersachsen (Bevölkerung nach Geschlecht; Fläche, Bevölkerungsdichte (Gemeinde)) sind angegeben nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1830 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter bzw. der Stadtverwaltung selbst.

Religion

Die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden mit den Kirchen Clus, St. Lorenz und St. Vincenz gehören zur Propstei Helmstedt, ebenso wie die Kirchen in den Ortsteilen Esbeck (St. Andreas) und Hoiersdorf (St. Nicolai).

Die katholische Kirche Maria Hilfe der Christen, umgangssprachlich auch kurz St. Marien genannt, befindet sich an der Anna-Sophien-Straße. Die 1907/1908 von Maximilian Jagielski erbaute Kirche ist heute eine der ältesten Kirchen im Dekanat Wolfsburg–Helmstedt. Zur Pfarrgemeinde gehört seit 2006 auch die katholische Kirche Maria von der Immerwährenden Hilfe in Jerxheim.

Die Christuskirche an der Helmstedter Straße wurde 1985 errichtet und gehört zur Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Schöningen im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (Baptisten).

Eine Neuapostolische Kirche befindet sich an der Danziger Straße. Von 1908 an bildete sich die Kirchengemeinde, sie gehört heute zum Kirchenbezirk Braunschweig. In den 1960er-Jahren wurde das erste Gotteshaus errichtet, in den 1980er-Jahren die heutige Kirche.

Ferner waren die Zeugen Jehovas in Schöningen vertreten. Zum 1. Mai 2017 wurden die Versammlungen mit denen in Helmstedt zusammengelegt.[7] Das Gemeindehaus „Königreichssaal der Jehovas Zeugen“ in Massiv- und Putzbauweise mit Satteldach aus dem Jahr 2010 stand 2018 zum Verkauf. Gebäude und Nutzfläche wurden mit knapp 180 m² angegeben.[8]

Politik

Gemeinderat

Ratswahl Schöningen 2021
 %
50
40
30
20
10
0
40,13
30,21
10,25
9,77
6,85
2,79
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2016
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
+0,75
−4,43
+4,16
+4,77
+6,85
+2,79

Bei der Gemeinderatswahl gaben 4.720 von 9.448 wahlberechtigten Personen ihre Stimmen ab. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,96 %.[9] Der Rat der Stadt Schöningen zählt 28 Ratsmitglieder. Die Sitzverteilung stellt sich seit der letzten Kommunalwahl am 12. September 2021 wie folgt dar:

Sitzverteilung im Rat der Stadt Schöningen seit 2021
      
Insgesamt 28 Sitze

[10][11][12][13]

Parteien und Wählergemeinschaften %
2021
Sitze
2021
%
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 40,13 11 39,38 11 57,73 17 52,81 16
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 30,21 8 34,64 10 28,25 9 29,78 9
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 10,25 3 6,09 2 4,90 2 3,82 1
ZIEL ZukunftsInitiative Elm-Lappwald 9,77 3 5,00 1
AfD Alternative für Deutschland 6,85 2
LINKE Die Linke 2,79 1
UWG Unabhängige Wählergemeinschaft 10,04 3 8,08 2 9,44 3
Einzelbewerber Schliephake 2,08 1
FDP Freie Demokratische Partei 1,99 1,02 4,13 1
Einzelbewerber Schwarzer 0,78
Gesamt 100 28 100 28 100 30 100 30
Wahlbeteiligung 49,96 % 47,92 % 50,22 % 46,66 %

siehe auch: Liste der Ratsmitglieder der Stadt Schöningen Wahlperiode 2021–2026, …, 1981–1986, …, 1964–1968

Bürgermeister

In der Direktwahl am 10. September 2006 wurde Matthias Wunderling-Weilbier (parteilos) mit Wirkung vom 1. November 2006 zum hauptamtlichen Bürgermeister gewählt. Am 1. November 2011 trat dieser nach seinem Sieg bei der Direktwahl im selben Jahr das Amt des Landrates des Landkreises Helmstedt an. Bis zur Wahl eine:r neuen Bürgermeister:in am 26. Februar 2012 übernahm der Erste Stadtrat Peter Voß die Verwaltungsaufgaben. Repräsentativ wurde das Amt vorläufig vom 1. Stellvertretenden Bürgermeister Siegfried Pause übernommen. Vom 1. März 2012 bis 29. Februar 2020 bekleidete der parteilose Henry Bäsecke das Amt des Stadtoberhauptes. Seit dem 1. März 2020 ist der Jurist Malte Schneider Oberhaupt der Stadt, der sich bei der Bürgermeister:innenwahl am 10. November 2019 mit 66,13 Prozent der Stimmen gegen den CDU-Politiker Markus Sobotta durchsetzte.

Städtepartnerschaften

Schöningen unterhält vier Städtepartnerschaften:

  • DeutschlandDeutschland Oschersleben in Deutschland seit dem 2. Februar 1990
  • TunesienTunesien Beni Hassen in Tunesien seit dem 26. März 1995
  • UkraineUkraine Solotschiw in der Ukraine seit dem 14. Januar 1996
  • FinnlandFinnland Outokumpu in Finnland seit dem 15. September 2000[14]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Das städtische Heimatmuseum Schöningen, Markt 33, das im Herbst 1981 in dem 1593 errichteten Renaissancegebäude der alten Lateinschule „Anna-Sophianeum” wiedereröffnet wurde, gibt einen guten Überblick über die Entwicklung dieses Raumes seit der Vorgeschichte.

Das vermutliche Geburtshaus des früheren Mainzer Erzbischofs Willigis (* ca. 940; † 1011) befindet sich in der Salzstraße im Stadtzentrum. Das Mainzer Stadtwappen soll auf ihn zurückgehen. Eine Gedenktafel an dem Haus weist auf dieses Ereignis hin.

2004 wurde im Torhäuschen des Schöninger Schlosses ein Seilereimuseum eingerichtet. Dieses Museum bezog sich auf eine in Schöningen über 200-jährige Tradition. Dort konnte man unter anderem Ausstellungsstücke und Seilerwerkzeuge aus früherer Zeit besichtigen. Anfang 2020 wurde das Seilereimuseum geschlossen, da der Museumsbetreiber, Seilermeister Walter Lutze, verstorben war, und sein Nachlass dem geplanten Deutschen Hafenmuseum in Hamburg zur Verfügung gestellt wurde.[15] Im Torhäuschen ist seit 2021 eine Ausstellung über die Bergbaugeschichte Schöningens zu sehen.[16]

Der Bundesnachrichtendienst (BND) betreibt seit Ende der 1950er-Jahre mit der BND-Außenstelle Schöningen gegenüber dem Golfplatz am Waldrand eine große Abhöranlage unter dem Decknamen der „Bundesstelle für Fernmeldestatistik“. Hier sind mehrere große Satellitenspiegel zu sehen.

Musik

Seit 2017 veranstaltet der gebürtige Schöninger Fabian Riaz, Teilnehmer an The Voice of Germany und All together now, jährlich das Riaz and Friends-Konzert (mit Unterbrechung während der Covid-19-Pandemie)[17] in der Stadt.[18] Regelmäßige Gastkünstler sind The Voice-Siegerin Jamie-Lee Kriewitz, DSDS-Sieger Sem Eisinger sowie The Voice-Finalist Ayke Witt.[19]

Bauwerke

Schloss

Schloss Schöningen

Der Schlossbau beruht auf Welfenherzog Magnus, der hier um 1350 ein Jagdschloss errichten ließ. Es diente gleichzeitig als Grenzfeste zu den Gebieten der Bischöfe von Halberstadt und Magdeburg. Die Anlage nahm Schaden, als der Schmalkaldische Bund gegen Herzog Heinrich den Jüngeren in einen Religionskrieg zog. Das Schloss wurde später in ein Wohngebäude umgestaltet und diente zwischen 1568 und 1659 drei Braunschweiger Herzoginnen, Sophia Jagiellonica (Sophie Jagiello), Elisabeth von Dänemark und Anna Sophia von Brandenburg, als Witwensitz. Um 1644 lebte und starb hier Annas Schwester Katharina von Brandenburg. Die Schlossanlage gehörte zu den prunkvollsten Gebäuden nahe dem Elm. Sie diente den Welfenherzögen mit ihrer Residenz in Wolfenbüttel und ihrem Gefolge oft als Unterkunft bei Treibjagden im Elm. Bei einer Jagd sollen sie mit 3.000 Treibern in den Elm gezogen sein. Am 25. Januar 1681 heiratete Elisabeth Eleonore von Braunschweig-Wolfenbüttel hier Herzog Bernhard II. von Sachsen-Meiningen. 1733 übernachtete der preußische Kronprinz Friedrich – der spätere König Friedrich der Große – hier bei der Anreise zu seiner Hochzeit mit Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern im Schloss Salzdahlum.

Kloster und Kirche St. Lorenz

St.-Lorenz-Kirche

Die Kirche St. Lorenz geht aus einem 1120 von Bischof Reinhard von Halberstadt als Augustiner-Chorherren-Stift gegründeten Kloster hervor. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde der Hauptschiff völlig zerstört. Es entstand eine behelfsmäßige Ergänzung im spätgotischen Stil, bei der die beiden romanischen Osttürme ihre gotischen Spitzen erhielten. Seit der Säkularisation 1648 wird das Kirchengebäude von der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Schöningen genutzt. Die Baugeschichte der Kirche ist nicht vollständig bekannt. Dazu fanden von 1992 mit Unterbrechungen bis 2003 archäologische Untersuchungen statt. Dabei wurden zwischen romanischen Mauern Fundamente festgestellt, die älteren Datums sind. Seit langem wird in Schöningen eine im 8. Jahrhundert bestehende Pfalz der Karolinger als Vorposten gegen die Slawen im Osten vermutet.

Forschungsmuseum Schöningen

Datei:Speere Museum Schöningen.jpg
Forschungsmuseum

Das unweit der Fundstelle der Schöninger Speere gelegene Museum, das 2013 als paläon eröffnet wurde, widmet sich der interdisziplinären Erforschung der Schöninger Fundstellen sowie der pleistozänen Archäologie im früheren Braunkohletagebau. Es präsentiert in einer erlebnisorientierten Ausstellung die originalen Funde. Der transparente Forschungs- und Laborbereich sowie ein interaktives Besucherlabor sollen die Bereiche Forschung und Museum verknüpfen. Landschaftsbiotope, darunter eine Weide mit Wildpferden, veranschaulichen auf dem 34 Hektar großen Außengelände typische Pflanzengesellschaften der Warmzeit. Der Ort ist als außerschulischer Lernort anerkannt. Das paläon ging am 1. Juli 2019 nach Verlusten in Millionenhöhe[20] in die Verantwortung des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege über.

Alte Feuerwache

Datei:Schöningen Feuerwehr alt.jpg
Alte Feuerwache (2023)

Die gegenüber dem Schloss Schöningen liegende Feuerwache von 1907 wurde 2019 zu einer Kaffeerösterei mit Café umgebaut. Die Feuerwehr zog am 8. November 2014 feierlich in neue Räumlichkeiten. Die alte Feuerwache musste aus Platzgründen aufgegeben werden.

Sport

In Schöningen existieren mehrere Sportvereine, die hauptsächlich Breitensport betreiben. Die erste Fußballmannschaft des FC Schöningen 08 spielte 13 Jahre lang in der höchsten niedersächsischen Amateurliga. Die Formation „Imagination“ des TC Schöningen startet seit 2005 erfolgreich in der 1. Bundesliga Jazz und Modern Dance im Deutschen Tanzsportverband und ist seit 2008 international erfolgreich. Der MTV Schöningen der älteste und größte Turnverein der Stadt und einer der ältesten Sportvereine im ehemaligen Herzogtum Braunschweig. Der Breitensportverein verfügt über eine etwa 1,5 ha große Sportanlage mit vier Tennisplätzen, Laufbahnen, Weitsprunganlage, Hartplatz und einer Beachvolleyballanlage sowie einem etwa 150 m² großen Übungsraum.

Neben dem größeren Elmstadion können noch mehrere Hallen genutzt werden. Zusätzlich ist ein Schwimmbad vorhanden, das Badezentrum Negenborn. Dieses besitzt neben einem 50 m Wettkampfbecken und einer 115 m Riesenrutsche einen Whirlpool, eine Sauna und eine Liegewiese im Freien.

Im Norden befindet sich in direkter Nähe zum St.-Lorenz-Kloster der Golfplatz des GLC St. Lorenz Schöningen.

Regelmäßige Veranstaltungen

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

In Schöningen hat die Bankhaus Rautenschlein AG ihren Sitz, eine auf den Agrar- und Landwirtschaftssektor spezialisierte Privatbank.

1998 wurde im Stadtgebiet die Abfallverwertungsanlage Helmstedt in Betrieb genommen.

Medien

Die lokale Berichterstattung wird von der Braunschweiger Zeitung und dem Helmstedter Sonntag übernommen. Letztere ist eine durch Anzeigen finanzierte Wochenzeitung. Seit 2013 wird in Schöningen das Special-Interest-Printmagazin „Neon Zombie – Das Magazin für phantastisches Kino und filmische Popkultur!“ publiziert und weltweit vertrieben.

Öffentliche Einrichtungen

Die Stadt verfügt über eine Freiwillige Feuerwehr.

Bis 1973 bestand das Amtsgericht Schöningen. Seit dem 1. Juli 1973 gehört der Zuständigkeitsbereich zum Amtsgerichts Helmstedt.[21]

Die Jugendherberge Schöningen des Deutschen Jugendherbergswerkes befand sich westlich der Stadt, am Rand des Elms gelegen. Die zu ihr führende Straße ist nach Richard Schirrmann, dem Gründer des Deutschen Jugendherbergswerkes, benannt. Bereits 1935 entstand die erste Jugendherberge in Schöningen, 1975 wurde daneben die heutige Herberge errichtet. Im Gebäude der ersten Herberge befand sich danach einige Zeit die Gaststätte Elmstübchen.

Bildung

In der Stadt Schöningen gibt es die Schulformen der Primarstufe sowie der Sekundarstufen I und II. Dazu zählen die Grundschule Schöningen, Hauptschule Eichendorffschule, Realschule Schöningen und das Gymnasium Anna-Sophianeum. Die Förderschule Comeniusschule ist in den Helmstedter Stadtteil Büddenstedt umgezogen.

Verkehr

Straßenverkehr

Über die Bundesstraße 244 in Fahrtrichtung Helmstedt hat die Stadt Schöningen Anschluss an die A 2 (Hannover-Berlin). Des Weiteren beginnt die Bundesstraße 82, die durch den Harz bis zur Anschlussstelle Rhüden an der Bundesautobahn 7 (Hannover-Kassel) führt, am Stadtrand von Schöningen. Durch Schöningen führen auch die Deutsche Fachwerkstraße und die Deutsche Ferienroute Alpen-Ostsee.

Schienenverkehr

Ehemaliger Bahnhof Schöningen

Der Bahnhof Schöningen war über die Bahnstrecke Jerxheim–Helmstedt, die Bahnstrecke Braunschweig–Schöningen und die Bahnstrecke Eilsleben–Schöningen, der Bahnhof Schöningen Süd über die Bahnstrecke Oschersleben–Schöningen erreichbar. Alle diese Bahnstrecken sind stillgelegt. Im Dezember 2007 fuhr der letzte Zug vom Bahnhof Schöningen ab.[22]

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

In Klammern das Jahr der Ernennung.

Ehrenbürgermeister

In Klammern das Jahr der Ernennung.

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Literatur

  • Martin Zeiller: S. Lorentij Closter. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Ducatus Brunswick et Lüneburg (= Topographia Germaniae. Band 15). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1654, S. 138 (Volltext [Wikisource]).
  • Martin Zeiller: Schöningen. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Ducatus Brunswick et Lüneburg (= Topographia Germaniae. Band 15). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1654, S. 185–186 (Volltext [Wikisource]).
  • Christof Römer: Schöningen – die östliche Residenzstadt des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel (= Beiträge zur Geschichte des Landkreises und der ehemaligen Universität Helmstedt. 5, ISSN 0175-4610). Landkreis Helmstedt, Helmstedt 1982.
  • Elke Stern: Söhne und Töchter der Stadt Schöningen. Schöningen 2021.

Einzelnachweise

  1. 300.000 Jahre alte Fußspuren entdeckt auf tagesschau.de vom 12. Mai 2023
  2. Geschichte 1970 bis 1979 auf Internetpräsenz des Landkreises Helmstedt (Memento vom 25. Februar 2018 im Internet Archive), abgerufen am 25. Februar 2018
  3. NSA: Amerikas großes Ohr, Der Spiegel, Heft 8/1989.
  4. Günter Schwulera (Hg.): Hötensleben. Geschichte des Ortes von 1016 bis 2006. Geiger, Horb 2007, ISBN 978-3-86595-224-0, S. 58.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 271-272.
  6. https://www.mtv-schoeningen.de/verein/historisches
  7. https://jehovaszeugen.de/wp-content/uploads/sites/5/2022/07/Amtsblatt_2017_Nr._3.pdf
  8. https://www.facebook.com/ZJinfo/posts/pfbid02G3xscWMnV23vsTo77K2Cdbd6DtapUwVSvEtcPx1ywoRfxdC4cCpcB4tY9n4AS4qSl
  9. https://votemanager.kdo.de/20210912/03154019/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=222&stimmentyp=0&id=ebene_3_id_242
  10. Stadt Schöningen: Kommunalwahl in der Stadt Schöningen (Wahl zum Stadtrat Schöningen, Gesamtergebnis), 11. September 2011.
  11. Stadt Schöningen: Kommunalwahl in der Stadt Schöningen (Wahl zum Stadtrat Schöningen, Sitzverteilung), 11. September 2011.
  12. schoeningen.de
  13. Kommunalwahl - Übersicht der Schöninger Wahlergebnisse. 14. September 2021, abgerufen am 6. Februar 2025.
  14. http://www.finland.de/dfgnrw/let07-00.htm
  15. Markus Brich: Schöninger Seilereimuseum zieht in den Hamburger Hafen. In: Helmstedter-Nachrichten.de. BZV Medienhaus GmbH, 14. Januar 2020, abgerufen am 19. April 2020.
  16. Markus Brich: Bergbautradition hat in Schöningen eine neue Heimat. In: Helmstedter Nachrichten. Beilage Zukunft in Helmstedt. Ausgabe vom 25. November 2021.
  17. Anmeldung • Instagram. Abgerufen am 17. Juni 2023.
  18. Niklas Eppert: Riaz und Witt holen „The Voice“-Stars nach Schöningen. 9. September 2022, abgerufen am 17. Juni 2023.
  19. Markus Brich: DSDS-Gewinner Sem Eisinger tritt in Schöningen auf. 16. April 2023, abgerufen am 17. Juni 2023.
  20. Die ältesten Speere der Menschheit bewundern bei ndr.de vom 19. Mai 2020
  21. Amtsgericht Helmstedt: Aus der Geschichte des Amtsgerichts Helmstedt
  22. Schöninger Bahnhof - Gestern, Heute und in Zukunft - Teil 1. helmstedter-sonntag.de, 23. Oktober 2019, abgerufen am 18. Mai 2021.