100 Jahre – Helmstedter Sportverein 1913 – 1913–2013

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100 Jahre – Helmstedter Sportverein 1913 – 1913–2013 ist eine Chronik über den Helmstedter Sportverein von 1913 aus dem Jahr 2013. Dieser Artikel hat das Ziel, die gesamte Chronik als enzyklopädischen Artikel abzubilden und wird lediglich an die neue Rechtschreibung angepasst.

Gründung des Vereins

Einige fußballbegeisterte junge Männer gründen in Kaysers Saalbau am Lindenplatz – dem späteren Helmstedter Hof – den Fußball-Club Hohenzollern. Es bestehen in Helmstedt bereits mehrere Sportvereine. Als Vereinsfarben werden Schwarz und Weiß ausgewählt. Ein eigener Sportplatz steht nicht zur Verfügung. Als Übungsstätte dient eine alte Tongrube am Büddenstedter Weg, dem ehemaligen BKB-Tagebaubetrieb.

Die auswärtigen Mannschaften werden zu Fuß aufgesucht. Das Sportzeug in einem Karton verpackt, so wandern die Spieler fast jeden Sonntag in die umliegenden Städte und Dörfer, z. B. nach Schöningen, Hötensleben, Weferlingen und Harbke.

Im November 1916 beträgt die Mitgliederzahl 58, von denen sich 25 als Soldaten im Feld oder in den Garnisonen befinden. Von den vielen jungen Sportkameraden, die in den 1. Weltkrieg ausziehen, kehren neun nicht wieder in die Heimat zurück. Am 29. Dezember 1918 wird mit einer Wiedersehensfeier im Vereinslokal Zur Eisenbahn, Magdeburger Straße, der Sportbetrieb wieder voll aufgenommen.

Dem Verein gehören nunmehr fast 200 Mitglieder an. Neben sechs spielenden Fußballmannschaften werden die Leichtathletik und das Wandern gepflegt.

Der Verein tritt dem Norddeutschen Fußballverband bei, der für den Helmstedter Bereich einen Unterbezirk bildet. In Helmstedt spielen neben dem FC Hohenzollern noch der Sportclub, der FC Vorwärts und der Turnclub Fußball.

Die ersten Jahre

Am 24. August 1921 schließen sich der FC Hohenzollern und die Spielabteilung des Turnclub 1889 Helmstedt zum VfL von 1913 e. V. zusammen. Vereinsfarben bleiben Schwarz und Weiß. Zu den 250 Mitgliedern des FC Hohenzollern kommen 70 Mitglieder des Turnclub 1889 Helmstedt hinzu, so dass der neue Verein 320 Mitglieder zählt.

Der VfL entwickelt sich in den nachfolgenden Jahren zu einem aktiven Sportverein, der neben Fußball auch Leichtathletik, Schwimmen, Turnen, Faustball und Wandern anbietet. Viele Urkunden und Pokale zeugen noch von den großen Erfolgen, die in jener Zeit errungen wurden.

Unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit feiert der VfL sein 10-jähriges Stiftungsfest. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten; der junge Verein hat seine erste Krise. 30 Mitglieder verlassen den VfL und gründen den "FC Sportfreunde". Im April 1924 kehren diese Sportkameraden wieder zu ihrem alten Verein zurück.

Nach Erringung der Helmstedter Fußballmeisterschaft wird nach oft dramatischen Spielen in der Aufstiegsrunde das große Ziel Oberliga erreicht. Der letzte entscheidende Punkt wurde am 24. Mai 1925 mit einem 2:2 bei Germania Wolfenbüttel errungen.

Der VfL wird der Ligastaffel II zugeteilt, der auch Eintracht Braunschweig angehört. In der höchsten Spielklasse schlagen sich die Helmstedter mit Bravour, bis sie 1928 mit der Großstadtkonkurrenz nicht mehr Schritt halten können.

Durch die gleichzeitigen Erfolge der Faustballer (Meisterschaft im Südbezirk), Wasserballer (Meister im Bezirk Braunschweig) und Leichtathleten stieg die Mitgliederzahl auf 420 an. Der VfL war damit nach Eintracht Braunschweig, Arminia Hannover und Hannover 96 der viertgrößte Sportverein im damaligen Südbezirk Hannover-Braunschweig.

Die ersten „Schwarz-Weißen-Nächte” werden gefeiert

Die erste Vereinszeitung wird als Monatsschrift herausgegeben; dadurch sollen unsere Mitglieder über die neuesten Ereignisse auf allen Gebieten des Sports dauernd auf dem laufenden gehalten werden. Von diesem Jahre an wird das jährliche Stiftungsfest mit der Schwarz-Weißen-Nacht und dem Gabelfrühstück begangen.

Die Handballabteilung wird gegründet. Da es am nötigen Nachwuchs mangelt, muss der Spielbetrieb leider nach zwei Jahren wieder eingestellt werden.

Besser ergeht es der Tischtennisabteilung, die sich stetig weiter entwickelt.

Im Boxsport kommt der VfL zu einigen großen Erfolgen. 1929 trennen sich die Boxer vom VfL und gründen die Boxfreunde 1929.

Die „Gleichschaltung” des VfL Helmstedt

Einen großen Einschnitt in das Vereinsleben, ja in den deutschen Sport insgesamt, bedeutet die "Machtergreifung" durch die Nationalsozialisten, die den freien Sport durch ihre Organisation stark beschneiden. Auch der VfL wird "gleichgeschaltet" und zwangsweise in den "NS-Reichsbund für Leibesübungen" eingegliedert. Anstelle eines von der Mitgliederversammlung frei gewählten Vorstandes wird als 1. Vorsitzender ein NSDAP-Parteimitglied als "Vereinsführer" eingesetzt.

Im Zuge der NS-Zeit wechselt der Verein 1939 noch einmal seinen Namen. In der Hauptversammlung am 7. Januar wurde aus VfL die GfL - Gemeinschaft für Leibesübungen. Dieser neue Name wurde jedoch nur selten genannt, es blieb beim VfL.

Trotz aller Schwierigkeiten können die Abteilungen, wenn auch in geringerem Maße, weiter wirken. Im Fußball läuft der Spielbetrieb einigermaßen weiter. Viele Sportkameraden werden zum Kriegsdienst einberufen. Die Verbindung zu ihnen wird durch die intern herausgegebenen "Feldpostnachrichten" aufrechterhalten.

Die 1. Fußballmannschaft erhält Verstärkung durch Gastspieler, die als Luftwaffenangehörige im damaligen Fliegerhorst Mariental stationiert sind.

Neubeginn ab 1945

Nach Beendigung des Krieges im Mai 1945 hat der Verein 15 Prozent seiner Mitglieder durch Kriegseinwirkungen verloren. Der VfL wird auf Anordnung der britischen Militärregierung verboten.

Die Vereinsgeschäftsstelle, die sich in der Gaststätte Müller auf der Leuckartstraße befindet, muss aufgelöst werden. Ein Teil des Aktenmaterials und andere wertvolle Dingen gehen leider verloren. Im Oktober 1945 erwacht der Sport in Helmstedt zu neuem Leben. Am 5. Dezember 1945 erfolgt die Gründung der Helmstedter Sportvereinigung von 1945 als Nachfolger des VfL von 1913. Die britische Militärregierung erteilt die Genehmigung dazu dem vorerst einzigen Sportverein in Helmstedt. Die erste Hauptversammlung findet am 13. Dezember 1945 in Drossel's Gaststätten am Braunschweiger Tor statt. 1. Vorsitzender wurde Franz Baumgart.

Durch den ständigen Mitgliederzuwachs bilden sich schnell wieder Abteilungen für Fußball, Handball, Boxen, Turnen, Leichtathletik, Gymnastik, Volkstanz, Schwimmen und Tischtennis.

Als sich Gruppen des Vereins absetzen um andere ehemalige Vereine wieder ins Leben zu rufen, wird der Verein in Helmstedter Sportverein von 1945 umbenannt und Dr. Homann wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt.

In der Spielserie 1946/47 wird die 1. Mannschaft des HSV Meister des Bezirks Braunschweig und steigt in die Landesliga auf.

Unsere Boxer können sich dabei recht achtbare Plätze erkämpfen. 1947 treten die Boxer aus dem HSV aus und bilden wieder, wie vor 1945, den Verein Boxfreunde von 1929.

Die Tischtennisabteilung erwirbt eine große Bedeutung im HSV. Besonders erfolgreich sind die Damen, die von 1940 bis 1949 Jahr für Jahr den Niedersachsentitel erringen. Der größte Erfolg ist der 3. Platz bei den Deutschen Meisterschaften. Die Männer spielten bis Ende der 50er Jahre eine bedeutende Rolle in der Landesliga Niedersachsen-Bremen.

Im Juli 1948 erscheint wieder eine Vereinszeitung.

Am Ende dieses Jahres beträgt der Mitgliederbestand 1250.

Aufstieg der 1. Fußballmannschaft

Nach zweijähriger Zugehörigkeit zur Landesliga steigt die 1. Fußballmannschaft in die neu gebildete Amateur-Oberliga, der höchsten Amateurspielklasse, auf. Für die schwarz-weißen Farben beginnt die erfolgreichste Zeit nach 1945.

Im Januar 1951 beschließt die Jahreshauptversammlung die Umbenennung des Vereinsnamens von Helmstedter Sportverein von 1945 in Helmstedter Sportverein von 1913. Man will wieder an die alte Tradition des FC Hohenzollern anknüpfen. Es gab Bestrebungen, den alten Namen VfL wieder anzunehmen, doch dafür gab es Anfang der 1950er-Jahre keine Mehrheit im Vorstand.

Höhen und Tiefen 1952–1956

Infolge einer Neugliederung der Spielstaffeln in Niedersachsen steigt die „Erste“ in die Verbandsliga ab. Die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Vereinsjubiläum werden mit einem Kommers und anschließendem Ball im Feldschlösschen-Saalbau festlich begangen. Alle Abteilungen feiern das Jubiläum mit eigenen besonderen Veranstaltungen. Höhepunkt ist das Fußballspiel der ersten Mannschaft gegen Bremen 1860.

Die 1. Mannschaft steigt in die Bezirksklasse ab, die 2. und 3. Mannschaft in die Kreisklasse. Der Volkstanzkreis löst sich auf. Zeitweise waren in dieser Abteilung 40 Jungen und Mädchen gewesen, die viele Erfolge auf Kreis- und Bezirksebene erreicht haben. Manche Vereinsveranstaltung ist durch sie verschönt worden.

Die HSV-Leichtathleten haben in ganz Niedersachsen einen guten Ruf. Mehrere Niedersachsenmeisterschaften werden errungen. Besonders erfolgreich sind die Schwimmerinnen und Schwimmer. Kreis- und Bezirksmeisterschaften sind an der Tagesordnung. Sogar bei den Deutschen Meisterschaften werden hervorragende Platzierungen erreicht. In diesen Jahren spielen zeitweise drei Herren-, eine Jugend-, eine Knaben- und zwei Damenmannschaften Handball im Verein. Besonders spielstark ist die 1. Damenmannschaft, die bis 1955 der Damen-Bezirksklasse des Bezirks Braunschweig angehört. Die übrigen Handballmannschaften haben schon 1953 mit dem Spielbetrieb aufgehört. Mit dem Abstieg der 1. Damenmannschaft kommt der Handballsport im Verein ganz zum Erliegen.

Die 1. Fußballmannschaft wird als Bezirksklassenmannschaft Pokalgewinner des Bezirks Braunschweig.

„Fromme-Pokal”-Sieger

Die Spielstärke der „Ersten” kann durch gezielte Trainingsarbeit gehoben werden. Der Aufstieg in die zweithöchste Amateurklasse gelingt. Der größte Erfolg ist der 5:3 Sieg gegen die Vertragsligamannschaft von Werder Bremen.

Im Mai 1958 verlor die Erste, vor über 2000 Zuschauern, nach großem Kampf erst in der Schlußphase gegen Hannover 96 mit 2:6 Toren.

Der „Fromme-Pokal” wird zwischen Amateurmannschaften aus den Fußball-Landesverbänden aus Niedersachsen, Hamburg und Berlin ausgespielt. Im Endspiel am 6. August 1960 auf dem Bötschenberg wird „Rasensport“ Harburg mit 4:3 bezwungen.

Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Tischtennisabteilung sind die Tischtennisweltmeister R. Bergmann (England) und N. Fuji (Japan) unsere Gäste.

Erstes Lokalderby gegen den TSV

Im September 1961 findet an der Masch das erste Lokalderby zwischen dem aufgestiegenen TSV Helmstedt und unserem HSV statt. Diese sportlichen Wettkämpfe sind bis 1973 die fußballerischen Höhepunkte im Kreis Helmstedt.

Mit einer veranstaltungsreichen Sportwoche feiert der Verein vom 3. August bis 10. August 1963 sein 50-jähriges Bestehen. Höhepunkt ist das Fußballspiel der HSV-Amateurligaelf gegen die Vertragsliga-Mannschaft des VfL Osnabrück und natürlich die traditionsreiche Schwarz-Weiße Nacht.

Der Jugendbereich boomt

Durch eine neue Staffeleinteilung gelingt unserer 1. Fußballmannschaft nach einem Entscheidungsspiel gegen Viktoria Woltwiesche der Aufstieg in die Verbandsliga.

Die 1. Herren-Tischtennismannschaft wird Staffelmeister in der 2. Verbandsliga.

Aber auch aus den anderen Abteilungen kann über eine äußerst positive Entwicklung berichtet werden, vor allen Dingen im Jugendbereich. Über 500 Jugendliche treiben Sport im HSV - Fußball, Kinderturnen, Schwimmen, Tischtennis und Leichtathletik sind die Zugpferde.

Einen überdurchschnittlichen Mitgliederzuwachs hat 1965 weiterhin die Schwimmabteilung (260 Mitglieder) und die Kinderturnabteilung (150 Mitglieder)zu verzeichnen.

Die ersten Erfolge mit Bezirksmeistertitel und guten Platzierungen stellen sich in der neu gegründeten Sparte „Kunstspringen“ ein.

Aus der Leichtathletik-Gruppe wird dank der intensiven Trainingsarbeit der Verantwortlichen die Leichtathletikabteilung.

Für die Auswärtsspiele und Wettkämpfe unserer Jugendlichen werden zwei gebrauchte vereinseigene Kombi-Busse angeschafft.

3000 Zuschauer beim Fußball

Mit neuem Trainer ist bei der 1. Herren-Fußballmannschaft wieder der sportliche Erfolg eingekehrt. Durch einen 3:1 Sieg gegen Sportfreunde Salzgitter gewinnen wir den DFB-Bezirkspokal.

In einem Freundschaftsspiel unterliegt die 1. Herren im Fußball dem Bundesligisten Fortuna Düsseldorf knapp mit 3:2 Toren. 2000 Zuschauer wohnen der Begegnung bei. Das Bundesligateam bewundert die gepflegte Platzanlage und das moderne Umkleidehaus.

Der HSV stellt die Sportart Judo vor. Zum Eröffnungsabend sind fast 150 Jugendliche und Erwachsene erschienen, die sich für diese neue Sparte interessieren.

Innerhalb von wenigen Tagen gehen 115 Anmeldungen von Schülern, Schülerinnen, Jugendlichen und Erwachsenen ein. Bereits im Mai legen 74 Prüflinge die Gürtelprüfungen ab.

Bei den Leichtathleten, Kunstspringern und Schwimmern gelingt es, Landesmeistertitel und hervorragende Platzierungen zu erreichen.

Vor 3000 Zuschauer unterliegt die 1. Herren 1968 in einem Entscheidungsspiel in Wolfsburg gegen Teutonia Uelzen knapp mit 2:1 Toren und verpasst damit die Meisterschaft in der Verbandsliga. Knapp 200 Jugendliche spielen Fußball in unteren Reihen.

Mehr als 1500 Mitglieder

Im Schwimmen ist der HSV 1968 bester Verein in den Wettkämpfen der weiblichen Jugend.

Hervorragende Ergebnisse meldet die Leichtathletik-Abteilung – eine Landesmeisterschaft und drei Bezirksmeisterschaften!

Nach dem Aufstieg in die Bezirksklasse erreicht die 2. Fußball-Mannschaft 1970 in der neuen Klasse sofort wieder die Herbstmeisterschaft.

Die 1. Fußball-A-Jugend erreicht den Aufstieg in die Bezirksjugendliga.

Die Prellballmannschaft der Damen-Altersklasse wird Meister auf Gauebene.

Damenhandball ist wieder im Angebot. Die Mitgliederzahl ist auf 1530 angestiegen.

Zwei Damenmannschaften und eine weibliche Jugendmannschaft nehmen 1969 mit Erfolg an Punktspielen teil. Beim Zonengrenzlandturnier auf dem HSV-Platz kämpfen 16 Mannschaften aus Berlin, Hamburg, Hannover und dem sonstigen niedersächsischen Raum um die Pokale.

Die Schwarz-Weißen-Nächte erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit.

1971/1972 – Ein Auf und Ab

Im Schwimmen wird ein Norddeutscher Meistertitel in Deutscher Jahrgangsrekordzeit gemeldet.

Die Tischtennis-Damenmannschaft steigt in die 1. Verbandsliga, der höchsten Spielklasse in Niedersachsen, auf.

Im Judo sind zwei Bezirksmeistertitel zu notieren.

Die Handballfrauen und -Mädchen spielen eine dominierende Rolle im Handballkreis. Die 1. Frauenhandballmannschaft glänzt 1971 durch hervorragende Leistungen. Sowohl in der Halle als auch auf dem Kleinfeld wird der Aufstieg zur Bezirksklasse erreicht.

Im Fußball kann 1972 die 1. Herrenmannschaft im letzten Spiel gerade noch den zum Klassenerhalt erforderlichen Punkt erreichen. Die 2. Mannschaft kann den Abstieg aus der Bezirksklasse nicht verhindern.

Bei der Bezirksmeisterschaft gewinnen die Leichtathleten drei Titel. Die 1971 mit dem TSV Lelm gegründete LG wurde im gleichen Jahr erfolgreichste Leichtathletikgruppe im Kreis Helmstedt.

Die Prellball-Damen gewinnen in ihrer Gruppe alle Spiele und sind außerdem bei einigen Pokalturnieren erfolgreich.

Die Handball-Damen können den Abstieg aus der Bezirksklasse nicht verhindern. Die Mädchen schaffen dagegen den Aufstieg in den Bezirk.

Die Budo-Abteilung ist Spitze

Die 1. Fußball-Mannschaft steigt nach einem dramatischen Spiel gegen LSK Lüneburg in die Bezirksliga ab.

Im Jugendfußball nehmen mittlerweile elf Mannschaften mit großem Erfolg am Punktspielbetrieb teil. Mit den befreundeten Berliner Vereinen FV Brandenburg-Lichterfelde und VfL Schöneberg finden viele Freundschaftsspiele statt.

Erfolgreiche Bilanz der Leichtathleten: ein Landesmeister, vier Bezirksmeister, fünfzehn Kreismeister, neun neue Kreisrekorde.

Im Schwimmen nehmen unsere Aktiven Spitzenplätze in der Bezirksbestenliste ein.

Besonders erfolgreich sind die Handballdamen und -Mädchen. Am Handballturnier um den Bötschenberg-Pokal nehmen 34 Mannschaften teil.

Im Tischtennis steigt die 1. Jugendmannschaft in die Verbandsjugendliga auf und spielt dort als einzige Mannschaft des Bezirks Braunschweig.

Die 1. Herren-Fußballmannschaft steigt 1974 aus der Bezirksliga in die Bezirksklasse ab.

Die Budo Abteilung, mit den Sektionen Judo, Karate und Ju-Jutsu, hat ein Superjahr 1975: 12 Kreismeistertitel, Bezirksmannschaftsmeister, Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Landesliga und Berufung in die Niedersachsen-Auswahl.

Die 1. Fußballjugend spielt als einziger Verein im Kreis Helmstedt in der Verbandsjugendliga in prominenter Gesellschaft mit Eintracht Braunschweig und VfL Wolfsburg usw.

Deutscher Rekord durch Renate Sternberg

Unsere Spitzenschwimmerin Renate Sternberg hat eine einmalige Siegesserie: fünf Bezirksmeistertitel, fünf Landesjahrgangsmeisterschaften, drei Norddeutsche Meisterschaften, drei Deutsche Jahrgangsmeisterschaften, Teilnahme an den Jugend-Europameisterschaften in Genf, Angehörige des C-Nationalmannschaftskaders und des erweiterten Olympiaaufgebotes. Deutscher Rekord über 400-m-Lagen beim Länderkampf in London durch Renate Sternberg. Die Montreal-Fahrkarte bei den Olympia-Ausscheidungen in München verfehlt sie nur knapp.

Die jugendlichen Judokas des HSV werden Bezirksmannschaftsmeister.

Im Tennis wird die 1. Vereinsmeisterschaft durchgeführt.

Im Frauenhandball steigt die 1. Mannschaft aus der Bezirksliga ab.

Das Jahr des Rolf Beab

Im Schwimmen werden laufend Spitzenleistungen produziert.

Die Schwimmabteilung ist auch 1978 wieder die erfolgreichste im HSV. Die hervorragende Ausrichtung der Deutschen Schwimmjahrgangsmeisterschaften wird von allen Seiten gelobt.

Rolf Beab schwimmt Rekorde am laufenden Band. Über 100-m-Brust schwimmt er in Florenz Jugend-Europarekord. Für seine Erfolge wird er zum "Junior-Sportler des Jahres" gewählt und erhält von der Deutschen Sporthilfe eine Ausbildungsbeihilfe.

Für die 1. Fußball-Herren reicht es 1977 nur zur Vizemeisterschaft. Im Fußball steigt die 2. Herrenmannschaft in die 1. Kreisklasse ab. Auch die A-Jugend muss die Verbandsjugendliga verlassen.

Erfolge meldet die Tischtennisabteilung. Die 1. Herrenmannschaft steigt in die 1. Bezirksliga auf. Die Damenmannschaften stehen in ihren Klassen oben und es gelingt wieder, eine Jugend aufzubauen. Am Punktspielbetrieb nehmen eine Mädchen- und einen Jungenmannschaft teil.

Die Handballabteilung feiert ihr 10-jähriges Bestehen.

Die Prellballerinnen werden Staffel- und Gaumeister.

Die Skigymnastik erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die Skiabteilung meldet die erste gemeinsame Skifahrt nach Brixen/Südtirol, an der 30 HSVer teilnehmen.

Tennis wird Volkssport

Tennis ist auf dem Weg zum Volkssport – der HSV hat den Trend frühzeitig erkannt. Die Tennisabteilung hat bereits 100 Mitglieder. Erstmals nimmt eine Tennis-Herrenmannschaft an den Medenspielen teil.

Die Schwimmer melden wie in den Vorjahren hervorragende Ergebnisse. Neben vielen Einzelsiegen werden auch in den Staffelwettbewerben Erfolge erzielt.

Trimm-Trab ist 1979 der neueste Hit. Bei jedem Wetter treffen sich die begeisterten Läufer auf dem Bötschenberg.

Die Prellballdamen sind Bezirksmeister in der Damenklasse.

Die Pop-Gymnastik erfreut sich steigender Beliebtheit.

Im Judo geht es nach einer Neuorganisation wieder bergauf. Bei den Kreis- und Bezirksmeisterschaften werden wieder Erfolge errungen.

Den 1. Fußball-Herren gelingt endlich der seit einigen Jahren angestrebte Aufstieg in die Bezirksliga. Die 3. Fußballmannschaft wird Kreismeister, Staffelmeister der 1. Kreisklasse Süd und Aufsteiger in die Kreisliga. Die 1. A-Jugend steigt dagegen leider erneut ab und spielt jetzt in der Bezirksklasse.

180 Jugendliche spielen Fußball

Im Fußballjugendbereich kann der Mitgliederbestand mit rund 180 Jugendlichen zwischen 6 und 18 Jahren, die in zwölf Mannschaften an Punktspielen teilnehmen, gehalten werden.

Erfolg für die Damenfußballmannschaft bei den Hallenkreismeisterschaften, sie erringt den Titel. Außerdem erkämpft sie sich auf Anhieb die VizeHerbstmeisterschaft in der Bezirksklasse.

Erste sportliche Erfolge meldet die Tennisabteilung bei den Kreismeisterschaften.

Die Tischtennisabteilung hat einen schlechten Start in die 1980er-Jahre – Abstieg von drei Mannschaften. Die mit viel Freundlichkeit und Wärme, aber auch mit erheblichen finanziellen Aufwendungen versuchte Integration von dreißig vietnamesischen Flüchtlingen in die Tischtennisabteilung scheitert.

Für den Übungsbetrieb erhält die Judo-Abteilung das „HSV-Studio am Markt“. Damit sind Übungsmöglichkeiten gegeben, an denen es bisher gemangelt hat.

Die 1. Handball-Herrenmannschaft steigt 1981 in die Kreisliga auf, die Prellball-Damen in die Niedersachsenliga.

Nach vielen Jahren Vorstandsarbeit gibt Kurt Dreger 1982 seine ehrenamtliche Tätigkeit im HSV auf. Über 30 Jahre hat er mit großem Engagement sein Amt bekleidet. In Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste um den Verein wählen ihn die Mitglieder einstimmig zum Ehrenvorsitzenden. Neuer 1. Vorsitzender wird Uwe Borstelmann.

Im Basketball wird der 1. Aufstieg gemeldet.

Im Tennis nimmt jetzt auch eine Damenmannschaft am Punktspielbetrieb teil.

Aufstiege melden die 1. Frauenhandballmannschaft (Bezirksliga), die 1. Tischtennis-Herren (II. Verbandsliga), die 1. Basketball-Herren (Bezirksklasse).

Ein besonderes Ereignis ist die Jubiläumsveranstaltung der Abteilung „Tischtennis“, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert. Viele ehemalige Aktive nehmen gemeinsam mit den Sportfreunden aus unserer Partnerschaft Vitré an diesem Ereignis teil.

Ein weiterer Baustein im Sport- und Freizeitangebot unseres Vereins wird mit der Gründung der Aerobic-Abteilung geschaffen. Die Auftritte der Pop-Gymnastikgruppe sind immer Höhepunkte bei öffentlichen Veranstaltungen.

Das Mitglieds- und Beitragswesen wird im Zuge der Zeit 1983 auf EDV umgestellt. Die Hauskassierung wird ein- und auf Bankeinzugsverfahren umgestellt.

Kraftsportabteilung gegründet

Im Vorstand ergeben sich 1984 neue einschneidende Personenwechsel. Karl-Heinz Budich übernimmt das Amt des 1. Vorsitzenden von Uwe Borstelmann.

Ebenso ändert sich die Führungsverantwortung in folgenden Abteilungen: Herrenfußball, Volleyball, Handball, Tischtennis, Tennis und Basketball.

Die 1. Basketballmannschaft wird zum vierten Mal Staffelmeister und steigt in die Bezirksliga auf.

Weitere sportliche Erfolge sind zu verkünden: Die Prellball-Damen-Altersklasse I werden Bezirksmeister, die 1. Handball-Herren steigen in die Kreisliga auf, im Tennis stellen wir den ersten Kreismeister im Herren-Einzel B und den 3. Platz bei den Jungsenioren. Auch steigen mehrere Fußballjugendmannschaften in höhere Spielklassen auf. Nach mehreren Anläufen gelingt der 1. A-Jugend 1985 endlich wieder der Sprung in die Bezirksklasse. Die 1. B-Jugend steigt sogar in die Bezirksliga auf.

In der Schwimmabteilung gelingt nach vier etwas mageren Jahren wieder der Aufbau einer starken Wettkampfmannschaft. Im Bezirk Braunschweig sind wir schon wieder Spitze.

Die Tennisabteilung ist mit 160 Mitgliedern mittlerweile die drittgrößte Sparte unseres Vereins. Mit dem Bau eines Tennisheims wird begonnen.

Im Frauenhandball steigt die 1. und 2. Mannschaft nach einer enttäuschenden Saison ab. Die weibliche A-Jugend wird aufgelöst.

Die Ju-Jutsu Abteilung hat einen kontinuierlichen Mitgliederzulauf.

Die Vereinsverwaltung wird weiter gestrafft. Für die Vereinsbuchhaltung werden ein vereinseigener Personal-Computer und ein speziell auf die Belange des HSV zugeschnittenes Finanzbuchhaltungsprogramm entwickelt. Für die Erledigung der Verwaltungsarbeiten wird eine Geschäftsstellenleiterin eingestellt.

Für die neue Kraftsportabteilung unseres Vereins wird 1986 das ehemalige Vereinsheim umgebaut. Die Abteilung zählt bereits 50 Mitglieder.

Die Schwimmer befinden sich auf dem Weg nach oben. Einige gehören bereits in den Leistungskader von Niedersachsen und nehmen am Trainingslager im Bundesleistungszentrum in Hannover teil. Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Hallenbades in Helmstedt zeigen sie gemeinsam mit unseren „alten“ Spitzenschwimmern Renate Sternberg und Rolf Beab ihr Können.

Im Tennis erreicht die Damenmannschaft ungeschlagen den Aufstieg in die Kreisliga. Der Bau von zwei neuen Tennisplätzen ist geplant.

Im Tischtennis setzt sich die Aufwärtsentwicklung im Jugendbereich fort, sowohl bei den Jungen als auch bei den Mädchen.

Erstmals wird ein Skilanglauf-Treff mit anschließendem Jazz-Frühschoppen veranstaltet.

75-jähriges Vereinsjubiläum

Die geselligen Veranstaltungen des HSV zeigen 1987, dass die Mitglieder auch kräftig feiern können. Selten hat man bei den Schwarz-Weißen-Nächten, bei den Braunkohlwanderungen und bei den anderen Veranstaltungen einen solchen Zuspruch erlebt.

Im Fußball wird die 1. Alte Herren Kreismeister. Leider gibt es auch einen Wermutstropfen. Die 2. Herren muss den Weg in die 2. Kreisklasse antreten. Die Jugend-Fußballabteilung hat auch in dieser Saison ihre Stabilität bewahrt. Wir sind weiter mit drei Mannschaften im Bezirk vertreten.

Im Tischtennis ist der Aufwärtstrend ungebrochen. Sowohl die 2. und 3. Herren sichern sich die Staffelmeisterschaft und den Aufstieg in die nächsthöhere Klasse.

Im Tennis spielt unsere Damenmannschaft zukünftig in der Bezirksklasse. Der Aufstieg ist eine logische Konsequenz einer ständigen Trainingsbereitschaft.

Auf der Jahreshauptversammlung wird Manfred Reichert als Nachfolger von Karl-Heinz Budich zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Im Helmstedter Bürgerhaus findet im August 1988 ein Kommers anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Vereins statt. Über 450 Vereinsmitglieder und Gäste aus Sport und Politik nehmen an dieser Veranstaltung teil.

Eine Woche später findet eine internationale Musikschau vor über 2500 Zuschauern auf dem Bötschenberg statt. Kapellen aus Frankreich, England, den USA und Deutschland erfreuen die Anwesenden mit Musik, exzellenten Märschen und zahlreichen Gags.

Eine Radsportabteilung und eine Wanderabteilung werden gegründet.

Was sonst noch geschah…

1990
Neue Vereinssatzung – Vereins- und Beitragsverwaltung erfolgen jetzt über einen eigenen Personal Computer.

Der Verein erhält eine neue Vereinssatzung, deren wichtigste Änderungen die Verschlankung des Vorstands, die Gleichschaltung der Abteilungen, eine klare Regelung der Beitragszahlung und die Festlegung der Abteilungsaufgaben und -finanzierung enthält.

Durch die Übernahme der Vereins- und Beitragsverwaltung und durch die Nutzung integrierter Text- und Kalkulationsprogramme auf einem eigenen Personal Computer wird eine vorbildliche organisatorische Komplettlösung geschaffen.

1992
Der Verein veröffentlicht seine Bilanz.

Als erster Verein im Landkreis Helmstedt veröffentlicht der HSV in seiner Vereinszeitung seine Jahresbilanz mit einer Gewinn- und Verlustrechnung.

1993

Der Verein hat über 2300 Mitglieder.

1994
Gespräche zwischen HSV und TSV.

Es finden Gespräche zwischen dem HSV und dem TSV über Möglichkeiten der Zusammenarbeit statt. Gründe sind die hohen Kosten im Fußballbereich, die Unterhaltungskosten für die Sportanlagen und die „Grenzen des Ehrenamtes“ bei der Bewältigung der vielfältigen Verwaltungsaufgaben.

1997
Neue Sportangebote und gute Mitgliederentwicklung.

Unser Sportangebot wird durch eine Übungsgruppe für Gesundheitssport erweitert. Eine positive Mitgliederentwicklung verzeichnen wir weiterhin in der Fitness-, Karate-, Judo- und Ju-Jutsu sowie in den Freizeitabteilungen Wandern, Skigymnastik, Seniorentreff und Sport für Jedermann.

1998
Einmaliger Zuschuss durch die Stadt.

Positiv ist zu vermelden, dass die Stadt Helmstedt aufgrund der positiven Einstellung der SPD-Mitglieder im Helmstedter Rat, den Helmstedter Sportvereinen einmalig einen Zuschuss in Höhe von 100.000,— DM zur Verfügung gestellt hat, um jahrelang offen stehende Anträge auf Bezuschussung von Sportgeräten und Sportanlagen abzuarbeiten. Von dieser einmaligen Zuwendung, die aufgrund einer Gewerbesteuernachzahlung für die Stadt Helmstedt möglich wurde, hat unser Verein in erheblichem Maße profitiert.

2002
Eine neue Vereinssatzung wird beschlossen – Zwölf neue Übungsleiter im Verein.

Aufgrund der Mitgliederbestände und der damit verbundenen finanziellen Verfügungen, wurden folgende maßgebliche Grundsätze in der Satzung festgeschrieben.

  • Stärkung des Breitensports und eine Absage an den so genannten „Profisport“.
  • Absicherung des geschäftsführenden Vorstands bei finanziellen Verpflichtungen des Vereins gegenüber Banken.
  • Einführung einer offenen Delegiertenversammlung, an der weiterhin jedes Vereinsmitglied teilnehmen kann, stimmberechtigt aber nur die Mitglieder des Hauptausschusses, des Vereinsrates, die Rechnungsprüfer und die gewählten Abteilungsdelegierten sind.
  • Aufgabenerweiterung des Hauptausschusses, der sich aus dem Vereinsvorstand und den Abteilungsleitern zusammensetzt.

In diesem Jahr haben zwölf Vereinsmitglieder (5x Fußball, 2x Handball, 2x Fitness und 3x Ju-Jutsu) ihre Übungsleiterlizenz erworben.

2004
Ehrung des Vereins durch den Kreissportbund Helmstedt zum „Verein des Jahres 2003“.

Aufgrund unserer umfangreichen Sport- und Freizeitaktivitäten, unseres breiten Sportangebots, unserer vorbildlichen Jugendarbeit und Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Sportarten und unserer Gesundheitssportaktivitäten werden wir zum „Verein des Jahres 2003“ vom Kreissportbund Helmstedt ernannt.

Unsere Sportplatzanlage 1925–2013

Die städtische Sportplatzanlage genügt den Anforderungen durch das ständige Anwachsen der Zahl von spielenden Mannschaften nicht mehr. Nach erfolgreichen Verhandlungen mit der Stadtverwaltung wird ein 20 Morgen großes Gelände auf dem Bötschenberg pachtweise zur Verfügung gestellt.

Begrenzt von Eichen- und Nadelwald stehen 50.000 m² zur Verfügung, davon müssen 16.000 m² für das Hauptspielfeld eingeebnet werden. Mit tatkräftiger Unterstützung vieler Vereinsmitglieder wird mit dem Bau des Sportplatzes am 21. Mai 1925 begonnen. Es werden 8.000 m³ Erde bis zu 150 m versetzt.

Bereits am 1. August 1926 kann ein neuer herrlicher Rasenplatz seiner Bestimmung übergeben werden. Attraktion ist der Abwurf des Fußballes für das Einweihungsspiel aus einem Flugzeug. Das erste Spiel auf dem neuen Platz tragen zwei Knabenmannschaften des VfL aus. Höhepunkt der Einweihungsveranstaltung ist das Treffen der Ligamannschaft gegen VfB Braunschweig.

Die Sportplatzanlage auf dem Bötschenberg erfährt durch den Bau eines Vereinsheimes 1927 eine erhebliche Verbesserung.

Am 12. Oktober 1931 beginnt der Bau des B-Platzes, der bereits am 14. Juni 1932 seiner Bestimmung übergeben wird.

1945 ist die Sportplatzanlage auf dem Bötschenberg im letzten Kriegsjahr von einer Transporteinsatzgruppe in Anspruch genommen.

Auf der Anlage werden Wohnunterkünfte gebaut und Parkplätze angelegt, auch Wasseranschluss, Licht und Telefon werden gelegt. Nach Beendigung des Krieges wird der A-Platz umgepflügt und sollte auf Anordnung der zuständigen Dienststellen mit Kartoffeln bepflanzt werden. Der B-Platz und das Faustballfeld waren ebenfalls beschädigt. In zweijähriger Arbeitszeit wird die gesamte Sportplatzanlage auf dem Bötschenberg überholt und im Juni 1947 im Rahmen einer groß angelegten Sportwoche wieder in Benutzung genommen. Gleichzeitig wird auch die neu gestaltete Platzanlage wieder zur sportlichen Nutzung freigegeben. In nur einem Jahr ist der A-Platz völlig überholt worden, desgleichen die Laufbahn, die Sprung- und Wurfanlagen. Auch der B-Platz und das Faustballfeld sind neu hergerichtet worden. In den Wohnbaracken aus der Kriegszeit entstehen Umkleide-, Dusch- und Toilettenräume. Ein Geschäftszimmer wird geschaffen.

Auf dem B-Platz wird 1971 eine moderne 6-Mast-Flutlichtanlage mit zwölf Flächenstrahlern gebaut. Es ist die erste Flutlichtanlage im Kreis Helmstedt.

Durch den Einsatz vieler freiwilliger Helfer wird 1972 ein neuer Allwetterplatz in Betrieb genommen. Dieser Platz wird als Kleinspielfeld von der Handballabteilung genutzt.

Zwei Jahre später nutzen auch die ersten Tennisspieler diesen Platz. Im Tennis wird 1977 mit dem Bau von zwei weiteren Tennisplätzen begonnen, die ein Jahr später fertig sind.

Nach mehrjähriger Bauzeit wird das neue Jugendheim seiner Bestimmung übergeben. Für Tagungen, Besprechungen, Unterrichtszwecke, Filmvorführungen und gesellige Veranstaltungen steht ein geschmackvoll gestalteter Saal zur Verfügung. Daneben sind zwei Schlafsäle, ein Sitzungszimmer, Dusch-, Toiletten- und Saunaräume sowie eine kleine Werkstatt eingerichtet worden.

Die Politiker in Helmstedt stehen zu ihrem Wort. Der Verwaltungsausschuss ermöglicht den Baubeginn für den sehnlichst erwarteten 3. Fußballplatz.

Die Gebäude auf der Sportanlage werden 1982 renoviert und strahlen in neuem Farbenglanz, der Platz vor der Vereinsgaststätte wird befestigt und die gesamte Elektroanlage saniert.

Nach mehr als dreijähriger Bauzeit wird 1985 das dritte Rasenspielfeld eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben.

Das Herrenumkleidehaus wird 1986 renoviert, neue Fenster werden eingebaut und die Duschanlagen erneuert.

Im Juni 1988 werden zwei neue Tennisplätze eingeweiht. Die Herstellungskosten von über 160.000,— DM werden vom Verein vorfinanziert.

In der „Waldbaracke“ wird eine 100 m² Übungsraum für die Judo- und Ju-Jutsu Abteilung mit zwei Umkleideräumen geschaffen.

In die Vereinsgaststätte wird eine neue Theke für 50.000,— DM eingebaut.

Im Frühjahr wird mit dem Anbau des Kraftraumes begonnen. Im Herbst musste der Bau eingestellt werden, da der Verein einen Bauantrag hätte stellen müssen.

Im Sommer 1989 werden zwei weitere Tennisplätze eingeweiht, womit der Verein jetzt seinen über 400 Mitgliedern sechs Plätze zur Verfügung stellt.

Die Sauna wird 1990 saniert. Alle Decken und einige Wände werden mit vorbehandeltem Fichtenholz verkleidet, ein Wasserabfluss zur Hauptkanalisation wird gelegt und die Wände werden rundum gefliest.

Die Küche in der Vereinsgaststätte wird mit einem Kostenaufwand von über 25.000,— DM saniert. Eine neue ausreichende Elektroinstallation, Fliesen der Wände und des Fußbodens, Einlassen von Abflüssen in den Fußboden und die Anschaffung von Geräten und Schränken aus Edelstahl wird vorgenommen.

An der „Waldbaracke“ idyllisch unter einer schattenspendenden Birke stehend, durch Bäume und Sträucher von den Blicken neugieriger Waldspaziergänger geschützt, wurde eine Grillhütte gebaut.

Nach 15-jähriger Standzeit wird die Traglufthalle 1991 vom Sportplatzgelände entfernt. Die Grundfläche aus Tartan steht seit dem den Basketballern zur Verfügung.

Der Verein kauft 1992 für 60.000,— DM einen Rasentraktor mit Schneidwerk, Rasenkehrmaschine, Dünger-Streuer, Walzen, Wiesenschleppe und Anhänger.

Auf dem Bötschenberg wird 1993 eine Beach-Volleyball-Anlage gebaut.

Des Weiteren wird im Jugendheim ein neuer Sitzungsraum für die Abteilungen geschaffen.

In die Geschäftsstelle und die Vereinsgaststätte werden neue Fenster eingebaut. Außerdem wird das Dach des Jugendheimes renoviert.

Im Frauenumkleidegebäude wird als „Übergangslösung“ ein neuer Übungsraum für die Fitnessabteilung geschaffen. Das Gebäude erhält eine Zentralheizung und wird zusammen mit der Wasseraufbereitung auf Gas umgestellt.

Im Herrenumkleidegebäude wird ebenfalls 1996 eine Zentralheizung eingebaut und zusammen mit der Warmwasseraufbereitung auf Gas umgestellt. Im zweiten Abschnitt werden zwei Kabinen zu neuen Duschräumen umgebaut, so dass damit ein direkter Zugang von zwei Kabinen zu einem Duschraum besteht.

Die umfangreichen Baumaßnahmen auf dem Bötschenberg werden 1997 zum größten Teil beendet. Der Neubau des A-Platzes, der sich jetzt als reines Fußballstadion präsentiert, die Fertigstellung des 1. Bauabschnittes der Mehrzweckhalle (in der sich das neue Fitnesscenter befindet) und die Errichtung einer Schallschutzwand an der erweiterten Bundesautobahn A 2.

Im Rahmen der Bauvorhaben wird die dem A-Platz umgebende „Baustraße“ bis zur Mehrzweckhalle mit einer Asphaltdecke versehen, so dass alle Sportler trockenen und sauberen Fußes zu den Sport- und Freizeitanlagen gelangen können. Darüber hinaus wird dieser Weg durch zehn neu aufgestellte Peitschenlampen mit einer Beleuchtung versehen. Der C-Platz (Trainings- und Zeltplatz) wird ebenfalls saniert und mit einer Barriere versehen.

In allen Gebäuden auf dem Bötschenberg werden die Heizungen auf Erdgas umgestellt und die alten Wasserleitungen erneuert. Gleichzeitig werden die Tennisplätze mit direkten Strom- und Wasseranschlüssen versorgt. Saniert wird außerdem die Platzwartwohnung.

Auf dem B-Platz wird ein neuer Ballfangzaun errichtet und hinter dem unteren Tor ein Erdwall aufgeschüttet.

Durch die Baumaßnahmen wurde viel „Grün“ auf dem Vereinsgelände abgeholzt. Mit umfangreichen Neuanpflanzungen von Bäumen und Sträuchern wird begonnen.

Unser Verein besitzt eine der größten und schönsten vereinseigenen Sportplatzanlagen in Norddeutschland. Allein für die Unterhaltung, Erhaltung und Pflege muss der Verein jährlich ca. 100.000,— DM allein aufbringen.

Von der Kommune gibt es leider nur geringe Zuschüsse, die aber im Hinblick auf die Gleichbehandlung aller Vereine dringend angepasst werden müssen. Gespräche mit der Stadtverwaltung und den politischen Parteien hatten leider noch nicht den gewünschten Erfolg.

Neben der Fertigstellung des Herrenumkleidegebäudes, der Erstellung einer befestigten Zufahrt zur Gaststättenküche sowie dem Bau einer Terrasse hinter der Gaststätte ist der Anstrich sämtlicher Gebäude auf dem Bötschenberg die wichtigste kosmetische Maßnahme.

Alle Gebäude erstrahlen in einem ordentlichen Weiß. Im Rahmen einer umfangreichen Begrünungsaktion zur Verschönerung des Sportparks Bötschenberg wurden im Frühjahr sechzig neue Bäume gepflanzt.

Die HSV-Vereinsdienstleistungs-GmbH wird 1999 gegründet. Fünf Vereinsmitglieder pachten das Vereinsheim und stellen einen Gaststättenleiter ein. Eine gepflegte Küche soll die Bötschenberg-Schänke wieder zur Schlagader des Vereinslebens machen.

Die Gaststätte erhält eine Terrasse, die durch eine neue Schiebetür direkt begehbar ist.

Im August wird das neue Bötschenberg-Stadion eingeweiht. Die vorbildlich in das Landschaftsbild eingefügte Sportplatzanlage wird von den Besuchern und Sportlern gelobt.

In der Bötschenberg-Schänke findet mit dem Vorstand, Abteilungsleitern und geladenen Gästen eine Einweihungsfeier statt.

Im Frühjahr wird im neuen Fitnesscenter in die Dusch- und Umkleideräume eine Entfeuchtungsanlage eingebaut und im Herbst wird auf das Flachdach des „Jugendheimes“ ein Satteldach gesetzt.

Das Herrenumkleidegebäude hat im Jahr 2000 ein neues Dach erhalten.

Ein Oberflächenwasser Sammelbecken wird fertig gestellt und der B-Platz wird in Eigenleistung saniert.

Neue Sitzbänke am A-Platz und an der Grillhütte werden angeschafft.

Bedingt durch den starken Mitgliederrückgang in der Tennissparte wird ein Tennisplatz rückgebaut und 2001 dafür ein Beach-Soccer-Feld errichtet.

Die dreißig Jahre alten Scheinwerfer auf den Flutlichtmasten wurden durch neue lichtintensivere und energiesparendere Strahler ersetzt. Außerdem wird ein neuer Rasenmäher angeschafft. In die Duschen der Sauna werden selbstschließende Automaten eingebaut, um den Verbrauch zu senken.

Bei der Besichtigung durch den Sport- und Kulturausschuss der Stadt Helmstedt zeigt sich der Ausschuss „von dem hervorragenden Zustand des großen Geländes“ beeindruckt. Ein Ausschussmitglied bezeichnete unsere Anlage „als Schmuckstück in der Stadt Helmstedt“.

Da die Nachfrage nach Gesundheitssportangeboten steigt und die Umsätze in der Vereinsgasstätte rückläufig sind, beschließt der Hauptausschuss eine Nutzungserweiterung des Saals der Bötschenberg-Schänke vorzunehmen. Um in Zukunft Gesundheitssport, Ju-Jutsu, Judo und Karate in diesem Saal betreiben zu können, wird 2003 ein neuer sportfreundlicher Universalfußboden eingebaut.

Die vorhandenen Damen- und Herrentoiletten im Jugendheim werden zu Umkleideräumen mit Duschen und je eine Toilette umgebaut.

Das Wohn- und Gaststättengebäude bekommt ein neues Dach mit Wärmedämmung und wird mit neuen Lüftern ausgestattet. Der Wohnungsgiebel wird ebenfalls wärmegedämmt und mit Schieferplatten abgehängt.

Die Wohnung des Platzwarts bekommt eine neue Heizung.

In Eigenleistung wird nach über zweihundertfünfzig freiwilligen Arbeitsstunden das Dach der Grillhütte erneuert.

Aufgrund der „beispielhaften Vereinsaktivitäten zur Förderung der Natur und des Umweltschutzes“ erhielt der Verein 2004 den Umweltpreis der Stadt Helmstedt. Mit dieser Auszeichnung werden vor allen Dingen die vielen ehrenamtlichen Helfer aus Vergangenheit und Gegenwart geehrt, die in unzähligen Arbeitsstunden die Platzanlage „zu einer der schönsten Sportanlagen in Norddeutschland“ gemacht haben.

Da der bauliche Zustand des Dojo-Gebäude (ehemaliges Frauenhaus und Garage) sehr marode war, musste das Gebäude zurückgebaut werden. Das Betreibungskonzept der Vereinsgaststätte wird aus wirtschaftlichen Zwängen heraus grundsätzlich neu aufgestellt. Die Speisenzubereitung in der Küche wurde, bis auf wenige Kleingerichte, eingestellt. Die Getränke werden erheblich günstiger angeboten. Die Öffnungszeiten wurden dem Mitgliederverhalten angepasst.

Bedingt durch die gute Ertragslage der Bötschenberg-Schänke konnte 2007 eine Verkaufshütte, unmittelbar am Bötschenberg-Stadion, gebaut werden. Die erheblichen Baukosten für die Verkaufshütte inkl. Elektronikinstallation, Wasserver- und Entsorgung und Inventar (Fritteuse, Gasgrill und Schränke) betrugen 15.000,—€.

Im Winter wurden die Herrentoiletten im Umkleidegebäude renoviert. Wände und Fußboden gefliest und die Decke mit Fermacell Platten erneuert.

Die Sauna wird umgebaut, die Saunazelle und der Ruheraum werden vergrößert. Durch 500 Arbeitsstunden ehrenamtlicher Arbeit konnten die Kosten erheblich gemindert werden.

Der DFB gewährt 2008 aus den Erlösen der Fußballweltmeisterschaft Schulen und Vereinen für den Bau von Minispielfeldern Zuschüsse. Für den Bau eines Minispielfeldes mit Kunststoffrasen und Bande erhält der Verein fast 35.000,—€.

Die Bötschenberg-Schänke erzielt weiterhin positive Betriebsergebnisse, daher kann ein Kaffee- und Schokoautomat angeschafft werden. Weitere Investitionen sind Kühlschränke, Wärmeschrank, Tassen, Pötte und Tischdecken, außerdem wird die Eingangstreppe saniert und der Saal gestrichen.

An das Fitness-Center werden 2009 zwei neue Umkleideräume mit Duschen angebaut. Die Heizung wird erneuert und das Duschwasser wird jetzt über eine Solaranlage erhitzt. Der Neubau kostet 156.000,—€.

Darüber hinaus werden noch einmal 6.000,—€ für neue Bänke, Stühle und Schränke investiert. Der neue Weg zum D-Platz und neue Bänke am Bötschenberg-Stadion kosten noch einmal fast 6.000,—€.

Die Bötschenberg-Schänke erhält eine neue Geschirrspülmaschine. Für den Bierkeller wird eine neue Kühlmaschine angeschafft.

Herren- und Damentoiletten sowie der Flur werden grundsaniert. Neben einen neuen Anstrich erhalten die Decken eine integrierte Beleuchtung mit Bewegungsmelder. Die Kosten für diese Anschaffungen beliefen sich auf fast 20.000,—€.

Im Fitness-Center wird ein Reha-Bereich geschaffen, der Fußboden wird erneuert und der Übungsraum erhält einen neuen Anstrich. Die gesamte Elektroinstallation wird erneuert und es werden neue Geräte für 80.000,—€ angeschafft. Diese werden geleast und werden in 54 Monatsraten a 1.300,—€ bezahlt.

Ein neuer Kompakt-Traktor und Pflegegeräte (Frontkraftheber, Frontlader, Schaufel, Rasenmäher, Sand-/Salzstreuer und ein Schneeschild) werden für 53.000,—€ angeschafft. Die Leasingraten betragen 54 Monate à 650,—€.