Friedrich Steinhoff: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Friedrich „Fritz“ Steinhoff''' (* 7. Februar [[1899]] in Wrescherode; † 27. November [[1983]] in [[Helmstedt]]) war ein deutscher Politiker ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]). Von 1950 bis 1964 war er [[Liste der Bürgermeister von Helmstedt|Bürgermeister]] der Stadt Helmstedt.
'''August Friedrich „Fritz“ Richard Steinhoff''' (* 7. Februar [[1899]] in Wrescherode; † 27. November [[1983]] in [[Helmstedt]]) war ein deutscher Politiker ([[SPD]]). Von [[1950]] bis [[1964]] war er [[Liste der Bürgermeister von Helmstedt|Bürgermeister]] der Stadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland.


== Leben ==
== Leben ==
Steinhoff war als selbständiger Malermeister in Helmstedt tätig.
Friedrich Steinhoff wurde am 7. Februar [[1899]] in Wrescherode im Kreis Gandersheim geboren. Er begann [[1913]] eine Ausbildung im Malerhandwerk, die bis [[1917]] andauerte. Nach einer durch den Ersten Weltkrieg bedingten Unterbrechung setzte er seine Ausbildung fort, nachdem er [[1921]] nach [[Helmstedt]] gezogen war, und schloss sie dort ab. Im Jahr [[1933]] legte er die Meisterprüfung ab und gründete einen eigenen Malereibetrieb.


== Politik ==
Steinhoff nahm als Soldat sowohl am Ersten als auch am Zweiten Weltkrieg teil. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war er von [[1945]] bis [[1952]] Kreishandwerksmeister im [[Landkreis Helmstedt]] und gehörte dem Vorstand der Handwerkskammer Braunschweig an. Ab [[1953]] führte er zusätzlich ein Geschäft für Malerbedarf.
Steinhoff trat in die SPD ein und amtierte von 1950 bis 1964 als Bürgermeister der Stadt Helmstedt. Vom 25. Januar 1963, als er für den Abgeordneten Willi Plappert nachrückte, bis zum Ende der vierten Legislaturperiode 1963 sowie erneut vom 10. Januar 1966, als er für den Abgeordneten Willy Voigt nachrückte, bis zum Ende der fünften Legislaturperiode 1967 war er Mitglied des Niedersächsischen Landtages.
 
Seit dem 7. März [[1925]] war er mit Marta Marie Friederike Auguste, geborene Cuny ([[1904]]–[[1990]]), verheiratet. Die Eheschließung fand in [[Helmstedt]] statt. Steinhoff war evangelischer Konfession. Zuletzt lebte er an der [[Harsleber Torstraße]] 7 in [[Helmstedt]]. Er starb am 27. November [[1983]] um 15:45 Uhr im [[Kreiskrankenhaus St. Marienberg]] in [[Helmstedt]] im Alter von 84 Jahren.<ref>{{Internetquelle| url=https://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v3750169|
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== Engagement ==
Steinhoff trat [[1918]] in die [[SPD]] ein und übernahm in den folgenden Jahren verschiedene Funktionen innerhalb der Partei. [[1931]] kandidierte er für die Stadtverordnetenversammlung in [[Helmstedt]]. In den Jahren [[1931]] bis [[1933]] war er Mitglied im Vorstand der [[Arbeiterwohlfahrt]] sowie im Gewerkschaftskartell.
 
Am 20. März [[1933]] wurde er von Angehörigen der örtlichen SA tätlich angegriffen. In der Folge verließ er vorübergehend [[Helmstedt]] und erklärte am 4. April [[1933]] unter dem Druck der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|nationalsozialistischen Machthaber]] seinen Verzicht auf weiteres politisches Engagement.
 
Neben seiner politischen Tätigkeit war Steinhoff Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Ab [[1937]] übernahm er dort Funktionen, die er auch während des Zweiten Weltkriegs ausübte. In diesem Zusammenhang war er unter anderem an Löscharbeiten nach Bombenangriffen auf Braunschweig beteiligt. Nach Kriegsende wirkte er am Wiederaufbau der Stadt [[Helmstedt]] und des [[Landkreis Helmstedt|Landkreises Helmstedt]] mit.<ref name="BBL">Rolf Volkmann: Steinhoff, Friedrich. In: Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): ''Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert''. hrsg. im Auftrag der Braunschweigischen Landschaft e. V. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1996, ISBN 3-7752-5838-8, S. 588.</ref>
 
Nach [[1945]] nahm Steinhoff seine politische Arbeit wieder auf. Von [[1945]] bis [[1949]] sowie erneut von [[1958]] bis [[1963]] gehörte er dem Vorstand der [[Helmstedt]]er [[SPD]] an. Er war von [[1946]] bis [[1948]] und von [[1956]] bis [[1964]] Mitglied des Kreistages. Zudem gehörte er von [[1946]] bis [[1964]] dem Rat der Stadt [[Helmstedt]] an. Das Amt des Bürgermeisters der Stadt bekleidete er von [[1950]] bis [[1964]].
 
Auf Landesebene war Steinhoff zeitweise Abgeordneter des Niedersächsischen Landtages. Vom 21. Januar [[1963]], als er für den Abgeordneten Willi Plappert nachrückte, bis zum 5. Mai [[1963]] gehörte er dem Parlament am Ende der vierten Legislaturperiode an. Ein weiteres Mandat übernahm er vom 10. Januar [[1966]], als er für den Abgeordneten Willy Voigt nachrückte, bis zum 5. Juni [[1967]].
 
== Ehrungen ==
* [[1961]]: [[Liste von Träger:innen des Verdienstkreuzes 1. Klasse|Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland]]<ref name="BBL" /><ref>''Orden / Bundesverdienstkreuz: Ehre in Blech''. In: Der Spiegel. Nr. 1, 1962 ([https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45137282.html online] – 10. Januar 1962).</ref>
 
== Literatur ==
* Barbara Simon: ''Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch.'' Hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Niedersächsischer Landtag, Hannover 1996, S. 368.
* Rolf Volkmann: ''Steinhoff, Friedrich''. In: Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): ''Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert''. hrsg. im Auftrag der Braunschweigischen Landschaft e. V. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1996, ISBN 3-7752-5838-8, S. 588.
* ''Steinhoff, Friedrich (Fritz)''. In: Martin Schumacher (Hrsg.): ''M.d.B. – Die Volksvertretung 1946–1972. – [Saalfeld bis Szyszka] (= KGParl Online-Publikationen)''. Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien e. V., Berlin 2006, ISBN 3-7700-5224-2, S. 1223, urn:[https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:101:1-2014070812574 nbn:de:101:1-2014070812574] ([http://www.kgparl.de/online-volksvertretung/pdf/mdb-s.pdf kgparl.de] [PDF; 798 kB; abgerufen am 3. Februar 2025]).
 
== Einzelnachweise ==
<references />


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{{Personendaten
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Aktuelle Version vom 4. Februar 2026, 17:38 Uhr

August Friedrich „Fritz“ Richard Steinhoff (* 7. Februar 1899 in Wrescherode; † 27. November 1983 in Helmstedt) war ein deutscher Politiker (SPD). Von 1950 bis 1964 war er Bürgermeister der Stadt Helmstedt im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen in Deutschland.

Leben

Friedrich Steinhoff wurde am 7. Februar 1899 in Wrescherode im Kreis Gandersheim geboren. Er begann 1913 eine Ausbildung im Malerhandwerk, die bis 1917 andauerte. Nach einer durch den Ersten Weltkrieg bedingten Unterbrechung setzte er seine Ausbildung fort, nachdem er 1921 nach Helmstedt gezogen war, und schloss sie dort ab. Im Jahr 1933 legte er die Meisterprüfung ab und gründete einen eigenen Malereibetrieb.

Steinhoff nahm als Soldat sowohl am Ersten als auch am Zweiten Weltkrieg teil. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war er von 1945 bis 1952 Kreishandwerksmeister im Landkreis Helmstedt und gehörte dem Vorstand der Handwerkskammer Braunschweig an. Ab 1953 führte er zusätzlich ein Geschäft für Malerbedarf.

Seit dem 7. März 1925 war er mit Marta Marie Friederike Auguste, geborene Cuny (19041990), verheiratet. Die Eheschließung fand in Helmstedt statt. Steinhoff war evangelischer Konfession. Zuletzt lebte er an der Harsleber Torstraße 7 in Helmstedt. Er starb am 27. November 1983 um 15:45 Uhr im Kreiskrankenhaus St. Marienberg in Helmstedt im Alter von 84 Jahren.[1]

Engagement

Steinhoff trat 1918 in die SPD ein und übernahm in den folgenden Jahren verschiedene Funktionen innerhalb der Partei. 1931 kandidierte er für die Stadtverordnetenversammlung in Helmstedt. In den Jahren 1931 bis 1933 war er Mitglied im Vorstand der Arbeiterwohlfahrt sowie im Gewerkschaftskartell.

Am 20. März 1933 wurde er von Angehörigen der örtlichen SA tätlich angegriffen. In der Folge verließ er vorübergehend Helmstedt und erklärte am 4. April 1933 unter dem Druck der nationalsozialistischen Machthaber seinen Verzicht auf weiteres politisches Engagement.

Neben seiner politischen Tätigkeit war Steinhoff Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Ab 1937 übernahm er dort Funktionen, die er auch während des Zweiten Weltkriegs ausübte. In diesem Zusammenhang war er unter anderem an Löscharbeiten nach Bombenangriffen auf Braunschweig beteiligt. Nach Kriegsende wirkte er am Wiederaufbau der Stadt Helmstedt und des Landkreises Helmstedt mit.[2]

Nach 1945 nahm Steinhoff seine politische Arbeit wieder auf. Von 1945 bis 1949 sowie erneut von 1958 bis 1963 gehörte er dem Vorstand der Helmstedter SPD an. Er war von 1946 bis 1948 und von 1956 bis 1964 Mitglied des Kreistages. Zudem gehörte er von 1946 bis 1964 dem Rat der Stadt Helmstedt an. Das Amt des Bürgermeisters der Stadt bekleidete er von 1950 bis 1964.

Auf Landesebene war Steinhoff zeitweise Abgeordneter des Niedersächsischen Landtages. Vom 21. Januar 1963, als er für den Abgeordneten Willi Plappert nachrückte, bis zum 5. Mai 1963 gehörte er dem Parlament am Ende der vierten Legislaturperiode an. Ein weiteres Mandat übernahm er vom 10. Januar 1966, als er für den Abgeordneten Willy Voigt nachrückte, bis zum 5. Juni 1967.

Ehrungen

Literatur

  • Barbara Simon: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch. Hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Niedersächsischer Landtag, Hannover 1996, S. 368.
  • Rolf Volkmann: Steinhoff, Friedrich. In: Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert. hrsg. im Auftrag der Braunschweigischen Landschaft e. V. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1996, ISBN 3-7752-5838-8, S. 588.
  • Steinhoff, Friedrich (Fritz). In: Martin Schumacher (Hrsg.): M.d.B. – Die Volksvertretung 1946–1972. – [Saalfeld bis Szyszka] (= KGParl Online-Publikationen). Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien e. V., Berlin 2006, ISBN 3-7700-5224-2, S. 1223, urn:nbn:de:101:1-2014070812574 (kgparl.de [PDF; 798 kB; abgerufen am 3. Februar 2025]).

Einzelnachweise

  1. Standesamt Helmstedt, Sterberegister 1983. Signatur: NLA WO 10 Kb Zg. 2014/510 Nr. 1. In: arcinsys.niedersachsen.de. Nds. Landesarchiv, Abt. Wolfenbüttel, abgerufen am 24. Mai 2025 (675 / 1983).
  2. a b Rolf Volkmann: Steinhoff, Friedrich. In: Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert. hrsg. im Auftrag der Braunschweigischen Landschaft e. V. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1996, ISBN 3-7752-5838-8, S. 588.
  3. Orden / Bundesverdienstkreuz: Ehre in Blech. In: Der Spiegel. Nr. 1, 1962 (online – 10. Januar 1962).