Ewald Berndt: Unterschied zwischen den Versionen
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== Leben == | == Leben == | ||
Berndt wurde am 8. Januar [[1902]] in Ummendorf als Sohn eines Landarbeiters geboren und besuchte die Volksschule in Ummendorf. [[1916]] begann er in Eilsleben eine Ausbildung zum Schriftsetzer. Ab [[1925]] war er im Verlag und in der Druckerei J. C. Schmidt tätig, die das ''[[Helmstedter Kreisblatt]]'' herausgab. Dort arbeitete er bis [[1948]] und übernahm zuletzt die Funktion des Betriebsleiters. | |||
== | Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagierte er sich gewerkschaftlich. Von [[1929]] bis [[1933]] stand er der IG Druck und Papier vor. In den Jahren [[1931]] bis [[1933]] gehörte er außerdem dem Vorstand des Gewerkschaftskartells Helmstedt an. | ||
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Nach dem Zweiten Weltkrieg war Berndt von [[1949]] bis [[1950]] beim [[Landkreis Helmstedt]] beschäftigt. Anschließend führte er bis zu seinem Tod eine Buchhandlung in [[Helmstedt]], die mit der Braunschweigischen Presse verbunden war.<ref name="BBL">''Berndt, Ewald.'' In: Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): ''Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert''. hrsg. im Auftrag der Braunschweigischen Landschaft e. V. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1996, ISBN 3-7752-5838-8, S. 53–54.</ref> | |||
== Politische Laufbahn == | |||
[[1922]] trat Berndt in die [[SPD]] ein. Von [[1931]] bis [[1933]] war er Stadtverordneter in [[Helmstedt]] sowie Mitglied des örtlichen Parteivorstands. Am 28. März [[1933]] wurde er von der SA festgenommen und misshandelt. In der Folge legte er sein Mandat nieder. | |||
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Nach Kriegsende übernahm Berndt erneut Funktionen in Partei und Gewerkschaften. Von [[1945]] bis [[1950]] war er Vorsitzender des [[SPD]]-Ortsvereins [[Helmstedt]] und bis [[1952]] Mitglied dessen Vorstands. Ebenfalls ab [[1945]] gehörte er dem Vorstand des Helmstedter Gewerkschaftsbundes an. Bis [[1949]] war er Erster Vorsitzender der wiedergegründeten IG Druck und Papier. | |||
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In der Nachkriegszeit befasste er sich auf kommunaler Ebene unter anderem mit der Unterbringung von Flüchtlingen, der Linderung der Wohnungsnot und dem Wiederaufbau der kommunalen Verwaltung in [[Helmstedt]].<ref name="BBL" /> | |||
== Literatur == | |||
* Barbara Simon: ''Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch.'' Hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Niedersächsischer Landtag, Hannover 1996, OCLC [https://worldcat.org/oclc/312361812 312361812], S. 35. | |||
* Rolf Volkmann: ''Berndt, Ewald''. In: Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): ''Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert''. hrsg. im Auftrag der Braunschweigischen Landschaft e. V. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1996, ISBN 3-7752-5838-8, S. 53–54. | |||
== Einzelnachweise == | |||
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Aktuelle Version vom 4. Februar 2026, 16:44 Uhr
Ewald Berndt (* 8. Januar 1902 in Ummendorf; † 15. November 1958 in Helmstedt) war ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1946 bis 1949 Bürgermeister der Stadt Helmstedt im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen in Deutschland.
Leben
Berndt wurde am 8. Januar 1902 in Ummendorf als Sohn eines Landarbeiters geboren und besuchte die Volksschule in Ummendorf. 1916 begann er in Eilsleben eine Ausbildung zum Schriftsetzer. Ab 1925 war er im Verlag und in der Druckerei J. C. Schmidt tätig, die das Helmstedter Kreisblatt herausgab. Dort arbeitete er bis 1948 und übernahm zuletzt die Funktion des Betriebsleiters.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagierte er sich gewerkschaftlich. Von 1929 bis 1933 stand er der IG Druck und Papier vor. In den Jahren 1931 bis 1933 gehörte er außerdem dem Vorstand des Gewerkschaftskartells Helmstedt an.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Berndt von 1949 bis 1950 beim Landkreis Helmstedt beschäftigt. Anschließend führte er bis zu seinem Tod eine Buchhandlung in Helmstedt, die mit der Braunschweigischen Presse verbunden war.[1]
Politische Laufbahn
1922 trat Berndt in die SPD ein. Von 1931 bis 1933 war er Stadtverordneter in Helmstedt sowie Mitglied des örtlichen Parteivorstands. Am 28. März 1933 wurde er von der SA festgenommen und misshandelt. In der Folge legte er sein Mandat nieder.
Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler wurde Berndt erneut verhaftet. Er kam zunächst in das Lager Hallendorf und später in das KZ Sachsenhausen. 1945 erfolgte seine Befreiung durch alliierte Truppen.
Nach Kriegsende übernahm Berndt erneut Funktionen in Partei und Gewerkschaften. Von 1945 bis 1950 war er Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Helmstedt und bis 1952 Mitglied dessen Vorstands. Ebenfalls ab 1945 gehörte er dem Vorstand des Helmstedter Gewerkschaftsbundes an. Bis 1949 war er Erster Vorsitzender der wiedergegründeten IG Druck und Papier.
Am 21. Januar 1946 bestätigte ihn die britische Militärregierung als Ratsherr der Stadt Helmstedt. Vom 21. Februar 1946 bis zum 21. November 1946 war er Mitglied des Ernannten Braunschweigischen Landtages (MdL). Zwischen 1946 und 1956 gehörte er dem Rat der Stadt Helmstedt an; von 1946 bis 1949 amtierte er als Bürgermeister. Zudem war er vom 1. November 1946 bis zum 27. November 1948 Kreistagsabgeordneter.
In der Nachkriegszeit befasste er sich auf kommunaler Ebene unter anderem mit der Unterbringung von Flüchtlingen, der Linderung der Wohnungsnot und dem Wiederaufbau der kommunalen Verwaltung in Helmstedt.[1]
Literatur
- Barbara Simon: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch. Hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Niedersächsischer Landtag, Hannover 1996, OCLC 312361812, S. 35.
- Rolf Volkmann: Berndt, Ewald. In: Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert. hrsg. im Auftrag der Braunschweigischen Landschaft e. V. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1996, ISBN 3-7752-5838-8, S. 53–54.
Einzelnachweise
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Berndt, Ewald |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (SPD), MdL |
| GEBURTSDATUM | 8. Januar 1902 |
| GEBURTSORT | Ummendorf |
| STERBEDATUM | 15. November 1958 |
| STERBEORT | Helmstedt |