Hans-Ehrhard Müller: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Hans-Ehrhard Müller''' (* 7. März [[1930]] in [[Schöningen]]; † 27. Februar [[2001]] in [[Helmstedt]]) war ein deutscher Jurist sowie Autor und Verfasser der Chronik ''Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt''. | '''Hans-Ehrhard Müller''' (* 7. März [[1930]] in [[Schöningen]]; † 27. Februar [[2001]] in [[Helmstedt]]) war ein deutscher Jurist sowie Autor und Verfasser der Chronik ''[[Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt]]''. Von [[1989]] bis [[2001]] war er [[Stadtarchiv Helmstedt|Stadtarchivar]] in [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland. | ||
== Leben == | == Leben == | ||
Hans-Ehrhard Müller wurde am 7. März [[1930]] in [[Schöningen]] geboren. Seine Familie siedelte [[1934]] nach [[Helmstedt]]. Dort eröffnete sein Vater an der [[Georgienstraße]] ein Ledergeschäft. [[1935]] kaufte dieser das Grundstück [[Markt]] 2 und betrieb dort bis zu seinem Tod [[1967]] das Geschäft [[Leder-Müller]]. Hans-Ehrhard Müller hatte keine Geschwister. Seine Kindheit und Jugend waren im Wesentlichen durch die Kriegs- und Nachkriegszeit geprägt. Er besuchte zunächst die [[Lutherschule]] (Volksschule) und absolvierte [[1949]] das Abitur am Gymnasium [[Julianum]]. Während seines Studiums an den Universitäten Hamburg, Heidelberg und Köln, belegte er Rechtswissenschaften und Geschichte. In Köln machte er die erste und später in Hannover die große juristische Staatsprüfung. Er war als Richter in Schleswig-Holstein und von [[1972]] bis zu seinem Ruhestand im Jahr [[1989]] in Peine tätig. Nach dem Tod seines Vaters kümmerte er sich viele Jahre um seine Mutter und engagierte sich in der Peiner Jugendarbeit. | Hans-Ehrhard Müller wurde am 7. März [[1930]] als Kind von Alma und August Müller<ref name="BZ18102002">{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article150108653/Geschichte-der-Stadt-lebendig-erhalten.html |titel=Geschichte der Stadt lebendig erhalten |autor=Norbert Rogoll |werk=Braunschweiger Zeitung |datum=2002-10-18 |abruf=2026-08-09}}</ref> in [[Schöningen]] geboren. Seine Familie siedelte [[1934]] nach [[Helmstedt]]. Dort eröffnete sein Vater an der [[Georgienstraße]] ein Ledergeschäft. [[1935]] kaufte dieser das Grundstück [[Markt]] 2 und betrieb dort bis zu seinem Tod [[1967]] das Geschäft [[Leder-Müller]]. Hans-Ehrhard Müller hatte keine Geschwister. Seine Kindheit und Jugend waren im Wesentlichen durch die Kriegs- und Nachkriegszeit geprägt. Er besuchte zunächst die [[Lutherschule]] (Volksschule) und absolvierte [[1949]] das Abitur am Gymnasium [[Julianum]]. Während seines Studiums an den Universitäten Hamburg, Heidelberg und Köln, belegte er Rechtswissenschaften und Geschichte. In Köln machte er die erste und später in Hannover die große juristische Staatsprüfung. Er war als Richter in Schleswig-Holstein und von [[1972]] bis zu seinem Ruhestand im Jahr [[1989]] in Peine tätig. Nach dem Tod seines Vaters kümmerte er sich viele Jahre um seine Mutter und engagierte sich in der Peiner Jugendarbeit. | ||
Müller war mit der gebürtigen Braunschweigerin [[Melsene Johansen]] (geb. Drechsler) verheiratet, die von [[1962]] bis [[1972]] am damaligen [[Wichernschule|Gymnasium für Mädchen]] in [[Helmstedt]] und anschließend am Lichtenberg-Gymnasium in Cuxhaven tätig war. | Müller war mit der gebürtigen Braunschweigerin [[Melsene Johansen]] (geb. Drechsler) verheiratet, die von [[1962]] bis [[1972]] am damaligen [[Wichernschule|Gymnasium für Mädchen]] in [[Helmstedt]] und anschließend am Lichtenberg-Gymnasium in Cuxhaven tätig war. | ||
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Mit seinem Testament verfügte Müller die Errichtung der nach seinen Eltern benannten [[Alma und August Müller Stiftung]], deren Vermögen unter anderem Immobilien, Autographen, Münzen und weitere Wertgegenstände umfasst. Dazu gehört auch das ehemalige Elternhaus am [[Markt]] 2, das nach seinem Willen nicht veräußert werden darf. Entsprechend seinem Wunsch wurde der Stiftungsvorstand bei der Gründung im Jahr [[2002]] mit der Stadtdirektorin [[Elisabeth Heister-Neumann]], dem Propst Heinz Fischer und seiner Ehefrau [[Melsene Johansen]] besetzt. Die Stiftung verfolgt den Zweck, mit möglichst geringem Verwaltungsaufwand zum Erhalt und zur Förderung der Helmstedter Geschichte beizutragen. Das Stiftungsvermögen wird von der Stadt [[Helmstedt]] treuhänderisch verwaltet; die Erträge werden entsprechend dem Stiftungszweck verwendet.<ref name="BZ18102002" /> | |||
Seine Ehefrau veröffentlichte [[2004]] eine zweite Auflage der von ihm geschaffenen Chronik der Stadt [[Helmstedt]] mit zahlreichen Ergänzungen. | Seine Ehefrau veröffentlichte [[2004]] eine zweite Auflage der von ihm geschaffenen Chronik der Stadt [[Helmstedt]] mit zahlreichen Ergänzungen. | ||
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Aktuelle Version vom 10. August 2026, 03:28 Uhr
Hans-Ehrhard Müller (* 7. März 1930 in Schöningen; † 27. Februar 2001 in Helmstedt) war ein deutscher Jurist sowie Autor und Verfasser der Chronik Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt. Von 1989 bis 2001 war er Stadtarchivar in Helmstedt im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen in Deutschland.
Leben
Hans-Ehrhard Müller wurde am 7. März 1930 als Kind von Alma und August Müller[1] in Schöningen geboren. Seine Familie siedelte 1934 nach Helmstedt. Dort eröffnete sein Vater an der Georgienstraße ein Ledergeschäft. 1935 kaufte dieser das Grundstück Markt 2 und betrieb dort bis zu seinem Tod 1967 das Geschäft Leder-Müller. Hans-Ehrhard Müller hatte keine Geschwister. Seine Kindheit und Jugend waren im Wesentlichen durch die Kriegs- und Nachkriegszeit geprägt. Er besuchte zunächst die Lutherschule (Volksschule) und absolvierte 1949 das Abitur am Gymnasium Julianum. Während seines Studiums an den Universitäten Hamburg, Heidelberg und Köln, belegte er Rechtswissenschaften und Geschichte. In Köln machte er die erste und später in Hannover die große juristische Staatsprüfung. Er war als Richter in Schleswig-Holstein und von 1972 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1989 in Peine tätig. Nach dem Tod seines Vaters kümmerte er sich viele Jahre um seine Mutter und engagierte sich in der Peiner Jugendarbeit.
Müller war mit der gebürtigen Braunschweigerin Melsene Johansen (geb. Drechsler) verheiratet, die von 1962 bis 1972 am damaligen Gymnasium für Mädchen in Helmstedt und anschließend am Lichtenberg-Gymnasium in Cuxhaven tätig war.
Seit seiner frühen Jugend interessierte sich Hans-Ehrhard Müller für Helmstedts Geschichte. 1989 übernahm er als Ehrenbeamter die Leitung des Stadtarchivs. Neben seiner Arbeit im Archiv veröffentlichte er in den folgenden Jahren einige Beiträge zur Heimatgeschichte, hielt Vorträge, leitete Seminare und führte Besucher durch die Stadt. 1995 erschien sein Buch Helmstedt unterm Hakenkreuz, 1999 war das fast 1000-seitige Werk Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt fertiggestellt.
Am 27. Februar 2001 starb Hans-Ehrhard Müller in Helmstedt.
Mit seinem Testament verfügte Müller die Errichtung der nach seinen Eltern benannten Alma und August Müller Stiftung, deren Vermögen unter anderem Immobilien, Autographen, Münzen und weitere Wertgegenstände umfasst. Dazu gehört auch das ehemalige Elternhaus am Markt 2, das nach seinem Willen nicht veräußert werden darf. Entsprechend seinem Wunsch wurde der Stiftungsvorstand bei der Gründung im Jahr 2002 mit der Stadtdirektorin Elisabeth Heister-Neumann, dem Propst Heinz Fischer und seiner Ehefrau Melsene Johansen besetzt. Die Stiftung verfolgt den Zweck, mit möglichst geringem Verwaltungsaufwand zum Erhalt und zur Förderung der Helmstedter Geschichte beizutragen. Das Stiftungsvermögen wird von der Stadt Helmstedt treuhänderisch verwaltet; die Erträge werden entsprechend dem Stiftungszweck verwendet.[1]
Seine Ehefrau veröffentlichte 2004 eine zweite Auflage der von ihm geschaffenen Chronik der Stadt Helmstedt mit zahlreichen Ergänzungen.
Auszeichnungen
Für seine Verdienste wurde Müller 1995 mit der bronzenen und 1999 mit der silbernen Ehrenplakette der Stadt Helmstedt ausgezeichnet.
Werke
- 1995: Helmstedt unterm Hakenkreuz
- 1999: Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Norbert Rogoll: Geschichte der Stadt lebendig erhalten. In: Braunschweiger Zeitung. 18. Oktober 2002, abgerufen am 9. August 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Müller, Hans-Erhard |
| KURZBESCHREIBUNG | Deutscher Jurist und Autor |
| GEBURTSDATUM | 7. März 1930 |
| GEBURTSORT | Schöningen |
| STERBEDATUM | 27. Februar 2001 |
| STERBEORT | Helmstedt |