Meibom’sches Haus: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Meibom’sche Haus''' ist ein denkmalgeschütztes Wohnhaus an der [[Schuhstraße]] in der Kreisstadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland.
 
== Geschichte ==
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Datei:Schuhstraße 14, 1, Helmstedt, Landkreis Helmstedt.jpg|Ansicht von Südwest
Datei:Schuhstraße 14, 4, Helmstedt, Landkreis Helmstedt.jpg|Hauptportal
Datei:Schuhstraße 14, 5, Helmstedt, Landkreis Helmstedt.jpg|Hausdurchfahrt
Datei:Schuhstraße 14, 2, Helmstedt, Landkreis Helmstedt.jpg|Ansicht von Nordwest
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== Beschreibung ==
Bei dem Gebäude handelt es sich um einen zweigeschossigen Bau unter einem Satteldach mit Krempziegeldeckung. Das massive Erdgeschoss trägt ein ursprünglich in Fachwerk ausgeführtes Obergeschoss, das mit Ausnahme des Nordgiebels vollständig verputzt ist. Dieses kragt etwa 20 cm über ein profiliertes und verbrettertes Gebälk vor. An der Südseite ist das Obergeschoss mit Biberschwanzziegeln mit Segmentschnitt behängt. Die Fenstergewände im Erdgeschoss bestehen aus schlichtem Sandstein.
 
Ein reich gestaltetes Sandsteinportal bildet den Eingang. Es zeigt ein verkröpftes Gebälk sowie einen gesprengten Giebel über Pilastern. Der Bauschmuck umfasst Rocaillenornamente und kugelförmige Aufsätze mit Flammenmotiven auf den Giebelschrägen. Erhalten ist die zweiflügelige Haustür mit ursprünglicher Klinke; die Rahmen der Füllungen sind mehrfach abgewinkelt ausgeführt.
 
An der Rückseite ist im leicht vorkragenden Obergeschoss das Fachwerk freigelegt. Daran schließt ein giebelständiger Erweiterungsbau auf einem bauzeitlichen Werksteinsockel an. Dessen Obergeschoss kragt traufseitig leicht vor und zeigt Fußstrebenpaare sowie eine gefaste Schwelle. Eine dort angebrachte Inschrift in Versalien ist nur noch schwer lesbar; ein Datumsvermerk wurde offenbar entfernt. Das Dach dieses Bauteils ist abgewalmt. Im südlichen Winkel befindet sich ein vermutlich später entstandener Treppenhausanbau auf Holzarkaden mit Drempel.
 
Im Inneren liegt eine Diele mit einer wohl nachträglich eingebauten dreiläufigen Treppe, deren Läufe gegensinnig geführt sind. Das hölzerne Geländer besitzt vasenartige Aufsätze. Außerdem ist eine barocke Holztür erhalten. Ein als Vorlesungssaal bezeichneter Raum wurde baulich verändert.
 
Im Hofbereich befinden sich weitere jüngere Nebengebäude und Anbauten. Der südliche Teil des Hofes ist mit älterem Sandsteinplattenpflaster befestigt.
 
Nördlich schließt in Verlängerung des Hauptgebäudes ein eingeschossiger Fachwerkanbau mit Durchfahrt an. Eine Fensterachse dieses Bauteils ist massiv ausgeführt. Dabei handelt es sich vermutlich um einen Rest eines früheren zweigeschossigen Nebenhauses aus dem Jahr [[1662]].
 
== Siehe auch ==
* [[Liste der Baudenkmale in Helmstedt]]
 
== Weblinks ==
* [https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/0f38e2f5-aa45-4643-ab73-c6d31647d2f6/1/- Professorenhaus „Meibom’sches Haus“] im Denkmalatlas Niedersachsen
 
== Einzelnachweise ==
<references />
 
{{Coordinate|NS=52.229788|EW=11.009880|type=landmark|region=DE-NI}}
 
[[Kategorie:Baudenkmal in Helmstedt]]
[[Kategorie:Altstadt]]
[[Kategorie:Gebäude (Helmstedt)]]

Aktuelle Version vom 26. Januar 2026, 13:43 Uhr

Das Meibom’sche Haus ist ein denkmalgeschütztes Wohnhaus an der Schuhstraße in der Kreisstadt Helmstedt im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen in Deutschland.

Geschichte

Das Gebäude an der Hausnummer 14 wurde 1673 für den Arzt, Medizinprofessor, Historiker und Gelehrten Heinrich Meibom errichtet.[1] Der Bau entstand unter Einbeziehung einer älteren Hausstelle. In späterer Zeit wurde das Gebäude durch zusätzliche Anbauten erweitert, sodass sich seine heutige bauliche Struktur aus mehreren Bauphasen zusammensetzt.

Beschreibung

Bei dem Gebäude handelt es sich um einen zweigeschossigen Bau unter einem Satteldach mit Krempziegeldeckung. Das massive Erdgeschoss trägt ein ursprünglich in Fachwerk ausgeführtes Obergeschoss, das mit Ausnahme des Nordgiebels vollständig verputzt ist. Dieses kragt etwa 20 cm über ein profiliertes und verbrettertes Gebälk vor. An der Südseite ist das Obergeschoss mit Biberschwanzziegeln mit Segmentschnitt behängt. Die Fenstergewände im Erdgeschoss bestehen aus schlichtem Sandstein.

Ein reich gestaltetes Sandsteinportal bildet den Eingang. Es zeigt ein verkröpftes Gebälk sowie einen gesprengten Giebel über Pilastern. Der Bauschmuck umfasst Rocaillenornamente und kugelförmige Aufsätze mit Flammenmotiven auf den Giebelschrägen. Erhalten ist die zweiflügelige Haustür mit ursprünglicher Klinke; die Rahmen der Füllungen sind mehrfach abgewinkelt ausgeführt.

An der Rückseite ist im leicht vorkragenden Obergeschoss das Fachwerk freigelegt. Daran schließt ein giebelständiger Erweiterungsbau auf einem bauzeitlichen Werksteinsockel an. Dessen Obergeschoss kragt traufseitig leicht vor und zeigt Fußstrebenpaare sowie eine gefaste Schwelle. Eine dort angebrachte Inschrift in Versalien ist nur noch schwer lesbar; ein Datumsvermerk wurde offenbar entfernt. Das Dach dieses Bauteils ist abgewalmt. Im südlichen Winkel befindet sich ein vermutlich später entstandener Treppenhausanbau auf Holzarkaden mit Drempel.

Im Inneren liegt eine Diele mit einer wohl nachträglich eingebauten dreiläufigen Treppe, deren Läufe gegensinnig geführt sind. Das hölzerne Geländer besitzt vasenartige Aufsätze. Außerdem ist eine barocke Holztür erhalten. Ein als Vorlesungssaal bezeichneter Raum wurde baulich verändert.

Im Hofbereich befinden sich weitere jüngere Nebengebäude und Anbauten. Der südliche Teil des Hofes ist mit älterem Sandsteinplattenpflaster befestigt.

Nördlich schließt in Verlängerung des Hauptgebäudes ein eingeschossiger Fachwerkanbau mit Durchfahrt an. Eine Fensterachse dieses Bauteils ist massiv ausgeführt. Dabei handelt es sich vermutlich um einen Rest eines früheren zweigeschossigen Nebenhauses aus dem Jahr 1662.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Hans-Ehrhard Müller: Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt. 2. Auflage. 2004, S. 525.

Koordinaten: 52° 13′ 47,2″ N, 11° 0′ 35,6″ O