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Bisdorf: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Bisdorf''' (früher auch ''Biesdorf''<ref>''Kreis- und Freizeitkarte Gifhorn mit Wolfsburg.'' Städte-Verlag E. v. Wagner & J. Mitterhuber, Stuttgart-Bad Cannstatt, 6. Auflage (1970er Jahre).</ref>, ''Bistorf''<ref>Dirk Riesener: ''Das Amt Fallersleben.'' Stadtarchiv Wolfsburg, Texte zur Geschichte Wolfsburgs, Band 22, 2. Auflage 1992, ISBN 3-925151-50-8, S. 12.</ref> und ''Bistorff''<ref>Johann Dietrich Bödeker: ''Das Land Brome und der obere Vorsfelder Werder.'' Geschichte des Raumes an Ohre, Drömling und Kleiner Aller. Braunschweig 1985, ISBN 3-87884-028-4, S. 157.</ref>) ist ein [[Liste der Wohnplätze im Landkreis Helmstedt|Wohnplatz]] von [[Rhode]], einem Ortsteil der Stadt [[Königslutter am Elm]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland.
'''Bisdorf''' (früher auch ''Biesdorf''<ref>''Kreis- und Freizeitkarte Gifhorn mit Wolfsburg.'' Städte-Verlag E. v. Wagner & J. Mitterhuber, Stuttgart-Bad Cannstatt, 6. Auflage (1970er Jahre).</ref>, ''Bistorf''<ref>Dirk Riesener: ''Das Amt Fallersleben.'' Stadtarchiv Wolfsburg, Texte zur Geschichte Wolfsburgs, Band 22, 2. Auflage 1992, ISBN 3-925151-50-8, S. 12.</ref> und ''Bistorff''<ref>Johann Dietrich Bödeker: ''Das Land Brome und der obere Vorsfelder Werder.'' Geschichte des Raumes an Ohre, Drömling und Kleiner Aller. Braunschweig 1985, ISBN 3-87884-028-4, S. 157.</ref>) ist ein [[Liste der Wohnplätze im Landkreis Helmstedt|Wohnplatz]] von [[Rhode]], einem Ortsteil der Stadt [[Königslutter am Elm]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland.
== Geschichte ==
Bisdorf geht auf ein gleichnamiges Rittergut der Herren von Bartensleben zurück. Die ältesten heute noch erhaltenen Gebäude der Gutsanlage stammen aus dem Jahr [[1726]]. Das Verwalterhaus wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet, während das Herrenhaus gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstand.
Nach dem Tod von Gebhard Werner von Bartensleben im Jahr [[1742]], mit dem die männliche Linie des Adelsgeschlechts von Bartensleben erlosch, gelangte das Gut an den Wolfsburger Zweig der Grafen von der Schulenburg. Von den Kindern Gebhard Werner von Bartenslebens lebte zu diesem Zeitpunkt nur noch Anna Adelheit Catharina von Bartensleben, die Witwe von Adolph Friedrich von der Schulenburg. Nach dessen Testament sollten die Güter aufgeteilt werden, sobald der älteste Sohn, Gebhard Werner von der Schulenburg, das 25. Lebensjahr erreicht hatte. Bei der [[1748]] vorgenommenen Aufteilung im Losverfahren wurden ihm die Güter Brome und Bisdorf zugesprochen.<ref>Dietrich Werner Graf von der Schulenburg, Hans Wätjen: ''Geschichte des Geschlechts von der Schulenburg 1237 bis 1983.'' Niedersachsen-Druck und Verlag Günter Hempel Wolfsburg, ISBN 3 87327 000 5, Wolfsburg 1984, S. 234.</ref>
Bisdorf war zunächst dem [[Amt Fallersleben]] zugeordnet. Nach der Gründung des Landkreises Gifhorn im Jahr [[1885]] gehörte der Ort zu diesem Landkreis. Der Gutsbezirk Bisdorf hatte am 1. Dezember [[1910]] 51 Einwohner.<ref>{{Internetquelle | url=https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?hannover/gifhorn.htm |titel=Landkreis Gifhorn im Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert | offline=2026-02-04 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20221202134656if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?hannover/gifhorn.htm |archiv-datum=2022-12-02 | abruf=2026-02-04}}</ref> Im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen wurde Bisdorf [[1974]] aus dem Landkreis Gifhorn ausgegliedert. Seit dem 1. März [[1974]] gehört es zur Stadt [[Königslutter am Elm]] im [[Landkreis Helmstedt]].<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982">{{Internetquelle | url=https://www.statistischebibliothek.de/mir/servlets/MCRFileNodeServlet/DEMonografie_derivate_00002231/HistGem-1983.pdf#page=271%C2%A0f. |titel=Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. |hrsg=Statistisches Bundesamt |format=PDF |seiten=271 f.|datum=1983 |abruf=2026-08-23}}</ref>
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Gutsanlage um weitere Wirtschaftsgebäude ergänzt. Der Schafstall entstand [[1905]] und wurde [[1955]] erweitert. [[1992]] ließ Günzel Graf von der Schulenburg-Wolfsburg<ref>''Trauer um Günzel Graf von der Schulenburg.'' In: ''Wolfsburger Kurier.'' Ausgabe vom 5. August 2018.</ref> das Gebäude zu Veranstaltungsräumen umbauen.<ref>[https://graf-schulenburg.de/schafstall-bisdorf Schafstall / Bisdorf] graf-schulenburg.de, abgerufen am 19. April 2020.</ref> Im folgenden Jahr wurde auch der angrenzende ehemalige Pferdestall, der aus dem frühen 18. Jahrhundert stammt, entsprechend umgestaltet.<ref>[https://graf-schulenburg.de/pferdesatall-bisdorf Pferdestall / Bisdorf] graf-schulenburg.de, abgerufen am 19. April 2020.</ref> Seit [[1995]] dient das Gut Bisdorf der Familie von der Schulenburg als Wohnsitz.
== Literatur ==
* Ulrike Hindersmann: ''Bisdorf.'' In: ''Rittergüter der Lüneburger Landschaft.'' Wallstein Verlag, Göttingen 2015, ISBN 978-3-8353-1680-5, S. 77–84.
== Weblinks ==
* [https://www.graf-schulenburg.de Verwaltung Graf von der Schulenburg]
* [https://www.castlewelt.com/data/location/rittergut-bisdorf/ Rittergut Bisdorf] auf der Website Castlewelt Erlebnisportal – Historisches Deutschland


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==

Version vom 23. August 2026, 08:33 Uhr

Bisdorf
Koordinaten 52° 20′ N, 10° 54′ OKoordinaten: 52° 19′ 38″ N, 10° 53′ 34″ O
Vorwahl 05365
Bisdorf (Niedersachsen)
Bisdorf (Niedersachsen)

Lage von Bisdorf in Niedersachsen

Bisdorf (früher auch Biesdorf[1], Bistorf[2] und Bistorff[3]) ist ein Wohnplatz von Rhode, einem Ortsteil der Stadt Königslutter am Elm im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen in Deutschland.

Geschichte

Bisdorf geht auf ein gleichnamiges Rittergut der Herren von Bartensleben zurück. Die ältesten heute noch erhaltenen Gebäude der Gutsanlage stammen aus dem Jahr 1726. Das Verwalterhaus wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet, während das Herrenhaus gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstand.

Nach dem Tod von Gebhard Werner von Bartensleben im Jahr 1742, mit dem die männliche Linie des Adelsgeschlechts von Bartensleben erlosch, gelangte das Gut an den Wolfsburger Zweig der Grafen von der Schulenburg. Von den Kindern Gebhard Werner von Bartenslebens lebte zu diesem Zeitpunkt nur noch Anna Adelheit Catharina von Bartensleben, die Witwe von Adolph Friedrich von der Schulenburg. Nach dessen Testament sollten die Güter aufgeteilt werden, sobald der älteste Sohn, Gebhard Werner von der Schulenburg, das 25. Lebensjahr erreicht hatte. Bei der 1748 vorgenommenen Aufteilung im Losverfahren wurden ihm die Güter Brome und Bisdorf zugesprochen.[4]

Bisdorf war zunächst dem Amt Fallersleben zugeordnet. Nach der Gründung des Landkreises Gifhorn im Jahr 1885 gehörte der Ort zu diesem Landkreis. Der Gutsbezirk Bisdorf hatte am 1. Dezember 1910 51 Einwohner.[5] Im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen wurde Bisdorf 1974 aus dem Landkreis Gifhorn ausgegliedert. Seit dem 1. März 1974 gehört es zur Stadt Königslutter am Elm im Landkreis Helmstedt.[6]

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Gutsanlage um weitere Wirtschaftsgebäude ergänzt. Der Schafstall entstand 1905 und wurde 1955 erweitert. 1992 ließ Günzel Graf von der Schulenburg-Wolfsburg[7] das Gebäude zu Veranstaltungsräumen umbauen.[8] Im folgenden Jahr wurde auch der angrenzende ehemalige Pferdestall, der aus dem frühen 18. Jahrhundert stammt, entsprechend umgestaltet.[9] Seit 1995 dient das Gut Bisdorf der Familie von der Schulenburg als Wohnsitz.

Literatur

  • Ulrike Hindersmann: Bisdorf. In: Rittergüter der Lüneburger Landschaft. Wallstein Verlag, Göttingen 2015, ISBN 978-3-8353-1680-5, S. 77–84.

Einzelnachweise

  1. Kreis- und Freizeitkarte Gifhorn mit Wolfsburg. Städte-Verlag E. v. Wagner & J. Mitterhuber, Stuttgart-Bad Cannstatt, 6. Auflage (1970er Jahre).
  2. Dirk Riesener: Das Amt Fallersleben. Stadtarchiv Wolfsburg, Texte zur Geschichte Wolfsburgs, Band 22, 2. Auflage 1992, ISBN 3-925151-50-8, S. 12.
  3. Johann Dietrich Bödeker: Das Land Brome und der obere Vorsfelder Werder. Geschichte des Raumes an Ohre, Drömling und Kleiner Aller. Braunschweig 1985, ISBN 3-87884-028-4, S. 157.
  4. Dietrich Werner Graf von der Schulenburg, Hans Wätjen: Geschichte des Geschlechts von der Schulenburg 1237 bis 1983. Niedersachsen-Druck und Verlag Günter Hempel Wolfsburg, ISBN 3 87327 000 5, Wolfsburg 1984, S. 234.
  5. Landkreis Gifhorn im Gemeindeverzeichnis 1900. Uli Schubert, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 2. Dezember 2022; abgerufen am 4. Februar 2026.
  6. Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. (PDF) Statistisches Bundesamt, 1983, S. 271 f., abgerufen am 23. August 2026.
  7. Trauer um Günzel Graf von der Schulenburg. In: Wolfsburger Kurier. Ausgabe vom 5. August 2018.
  8. Schafstall / Bisdorf graf-schulenburg.de, abgerufen am 19. April 2020.
  9. Pferdestall / Bisdorf graf-schulenburg.de, abgerufen am 19. April 2020.