Rolf Reinemann: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Rolf Reinemann''' (* 21. April [[1939]] in [[Helmstedt]]; † 19. Februar [[2023]] ebenda) war ein deutscher Politiker ([[CDU]]) aus der Kreisstadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland. Er war zwanzig Jahre lang Mitglied des Niedersächsischen Landtages, mehr als zehn Jahre lang Vorsitzender des Kuratoriums der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung und Vorsitzender der Senioren-Union in Niedersachsen. | |||
'''Rolf Reinemann''' (* 21. April [[1939]] in [[Helmstedt]]; † 19. Februar [[2023]] ebenda) war ein deutscher Politiker ([[CDU]]) und Vorsitzender der Senioren-Union in Niedersachsen. | |||
== Leben == | == Leben und Beruf == | ||
Nach | Reinemann besuchte zunächst ein Gymnasium und anschließend eine Realschule. Nach dem Schulabschluss trat er als Berufssoldat in die Bundeswehr ein. Er durchlief die Unteroffizierslaufbahn und war zeitweise in Frankreich eingesetzt. Während seiner militärischen Laufbahn erlangte Reinemann [[1973]] die Fachhochschulreife. Im Jahr [[1974]] schied er aus dem aktiven Dienst aus und bekleidete den Rang eines Hauptmanns. | ||
Reinemanns beruflicher Werdegang war maßgeblich durch seine Tätigkeit als Soldat der Bundeswehr geprägt. Darüber hinaus engagierte er sich in verschiedenen Funktionen in Bildungs-, Vereins- und Gremienstrukturen. Er war Bundesvorsitzender des Freiheitlich Türkisch-Deutschen Freundschaftsvereins HÜR-TÜRK und Mitbegründer der [[Politische Bildungsstätte Helmstedt|Politischen Bildungsstätte Helmstedt]]. Zudem war er stellvertretender Vorsitzender des Beirates des [[Gymnasium am Bötschenberg|Gymnasiums am Bötschenberg]] in [[Helmstedt]].<ref>[http://www.gaboe.de/menschen/beirat/ ''Beirat.''] Webpräsenz des Gymnasiums am Bötschenberg. Abgerufen am 15. Februar 2016.</ref> | |||
Weiterhin fungierte Reinemann als Vorsitzender des Ostfälischen Instituts der „Deuregio“, eines länderübergreifenden Zusammenschlusses der Landkreise [[Landkreis Helmstedt|Helmstedt]] und Börde sowie der Städte Haldensleben, [[Helmstedt]] und [[Königslutter am Elm]].<ref>[http://www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/haldensleben/672878_deuregio-ostfalen-kuert-plattdeutsche-autoren.html ''„Deuregio Ostfalen“ kürt plattdeutsche Autoren.''] In: ''Volksstimme.'' 28. November 2011.</ref> | |||
Im Mai [[2016]] wurde er zum Vorsitzenden des Landesverbandes Niedersachsen-Bremen im Sozialverband VdK gewählt. Bereits im November [[2016]] legte er dieses Amt nach internen Differenzen über die zukünftige Ausrichtung des Verbandes nieder.<ref>{{Literatur |Titel=Personen & Positionen |Sammelwerk=Rundblick – Politikjournal für Niedersachsen |Band=2016 |Nummer=214 |Datum=2016-11-23 |Seiten=7–8}}</ref> | |||
== Politik == | == Politik == | ||
1965 | Reinemann trat [[1965]] der [[CDU]] bei. Von [[1968]] bis [[1981]] war er Vorsitzender der [[CDU]]-Fraktion im Rat der Stadt [[Helmstedt]]. Ab [[1972]] stand er dem [[CDU]]-Kreisverband Helmstedt vor, ein Amt, das er bis 2001 innehatte. | ||
Von | Von [[1974]] bis [[1994]] gehörte Reinemann für fünf aufeinanderfolgende Wahlperioden als direkt gewählter Abgeordneter dem Niedersächsischen Landtag für den [[Landtagswahlkreis Helmstedt|Wahlkreis Helmstedt]] an. Dort war er unter anderem Mitglied des Präsidiums, des Geschäftsordnungsausschusses, des Ausschusses für Bau- und Wohnungswesen sowie des Ausschusses für Vertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler und Fragen des Zonenrandgebietes. Zudem fungierte er als deutschlandpolitischer Sprecher der [[CDU]]-Landtagsfraktion und war Mitglied der Partnerschaft der Parlamente. | ||
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== | == Auszeichnungen == | ||
* [ | * Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold | ||
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== Privates == | |||
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== Einzelnachweise == | |||
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Aktuelle Version vom 21. Januar 2026, 05:43 Uhr
Rolf Reinemann (* 21. April 1939 in Helmstedt; † 19. Februar 2023 ebenda) war ein deutscher Politiker (CDU) aus der Kreisstadt Helmstedt im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen in Deutschland. Er war zwanzig Jahre lang Mitglied des Niedersächsischen Landtages, mehr als zehn Jahre lang Vorsitzender des Kuratoriums der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung und Vorsitzender der Senioren-Union in Niedersachsen.
Leben und Beruf
Reinemann besuchte zunächst ein Gymnasium und anschließend eine Realschule. Nach dem Schulabschluss trat er als Berufssoldat in die Bundeswehr ein. Er durchlief die Unteroffizierslaufbahn und war zeitweise in Frankreich eingesetzt. Während seiner militärischen Laufbahn erlangte Reinemann 1973 die Fachhochschulreife. Im Jahr 1974 schied er aus dem aktiven Dienst aus und bekleidete den Rang eines Hauptmanns.
Reinemanns beruflicher Werdegang war maßgeblich durch seine Tätigkeit als Soldat der Bundeswehr geprägt. Darüber hinaus engagierte er sich in verschiedenen Funktionen in Bildungs-, Vereins- und Gremienstrukturen. Er war Bundesvorsitzender des Freiheitlich Türkisch-Deutschen Freundschaftsvereins HÜR-TÜRK und Mitbegründer der Politischen Bildungsstätte Helmstedt. Zudem war er stellvertretender Vorsitzender des Beirates des Gymnasiums am Bötschenberg in Helmstedt.[1]
Weiterhin fungierte Reinemann als Vorsitzender des Ostfälischen Instituts der „Deuregio“, eines länderübergreifenden Zusammenschlusses der Landkreise Helmstedt und Börde sowie der Städte Haldensleben, Helmstedt und Königslutter am Elm.[2]
Im Mai 2016 wurde er zum Vorsitzenden des Landesverbandes Niedersachsen-Bremen im Sozialverband VdK gewählt. Bereits im November 2016 legte er dieses Amt nach internen Differenzen über die zukünftige Ausrichtung des Verbandes nieder.[3]
Politik
Reinemann trat 1965 der CDU bei. Von 1968 bis 1981 war er Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Helmstedt. Ab 1972 stand er dem CDU-Kreisverband Helmstedt vor, ein Amt, das er bis 2001 innehatte.
Von 1974 bis 1994 gehörte Reinemann für fünf aufeinanderfolgende Wahlperioden als direkt gewählter Abgeordneter dem Niedersächsischen Landtag für den Wahlkreis Helmstedt an. Dort war er unter anderem Mitglied des Präsidiums, des Geschäftsordnungsausschusses, des Ausschusses für Bau- und Wohnungswesen sowie des Ausschusses für Vertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler und Fragen des Zonenrandgebietes. Zudem fungierte er als deutschlandpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und war Mitglied der Partnerschaft der Parlamente.
Parallel dazu war er von 1981 bis 2006 Mitglied des Kreistages des Landkreises Helmstedt.[4] In diesem Rahmen amtierte er von 1991 bis 1994 als stellvertretender Landrat und von 1994 bis 1996 als Landrat.
Auf Landesebene war Reinemann von 1988 bis 1994 stellvertretender Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Braunschweig. Von 1997 bis 2010 übernahm er den Vorsitz der Senioren-Union in Niedersachsen und war bis 2010 zugleich deren stellvertretender Bundesvorsitzender.
Auszeichnungen
- Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold
- 2004: Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Privates
Reinemann war mit Ilse-Friederike Reinemann verheiratet, hatte zwei Söhne und lebte in Helmstedt.[4]
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ Beirat. Webpräsenz des Gymnasiums am Bötschenberg. Abgerufen am 15. Februar 2016.
- ↑ „Deuregio Ostfalen“ kürt plattdeutsche Autoren. In: Volksstimme. 28. November 2011.
- ↑ Personen & Positionen. In: Rundblick – Politikjournal für Niedersachsen. Band 2016, Nr. 214, 23. November 2016, S. 7–8.
- ↑ a b Rolf Reinemann. In: trauer38.de. Funke Medien Niedersachsen, 25. Februar 2023, abgerufen am 28. Februar 2023.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Reinemann, Rolf |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (CDU), MdL |
| GEBURTSDATUM | 21. April 1939 |
| GEBURTSORT | Helmstedt |
| STERBEDATUM | 19. Februar 2023 |
| STERBEORT | Helmstedt |