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	<title>Hermann Conring - Versionsgeschichte</title>
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		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Hermann_Conring&amp;diff=46544&amp;oldid=prev</id>
		<title>Admin: AZ: Die Seite wurde neu angelegt: Hermann Conring &#039;&#039;&#039;Hermann Conring&#039;&#039;&#039; (* 9. November 1606 in Norden, Ostfriesland; † 12. Dezember 1681 in Helmstedt), latinisiert &#039;&#039;Hermannus Conringius (Frisius)&#039;&#039;, war ein deutscher Gelehrter, der in Rechtswissenschaft, Politik, Naturphilosophie und Medizin tätig war. Er wirkte über Jahrzehnte an der Universität Helmstedt und stand a…</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Hilfe:Zusammenfassung_und_Quellen&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Hilfe:Zusammenfassung und Quellen (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;AZ&lt;/a&gt;: Die Seite wurde neu angelegt: &lt;a href=&quot;/wiki/Datei:Hermann_Conring.jpg&quot; title=&quot;Datei:Hermann Conring.jpg&quot;&gt;mini|hochkant|Hermann Conring&lt;/a&gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Conring&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* 9. November &lt;a href=&quot;/index.php?title=1606&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;1606 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;1606&lt;/a&gt; in Norden, Ostfriesland; † 12. Dezember &lt;a href=&quot;/wiki/1681&quot; title=&quot;1681&quot;&gt;1681&lt;/a&gt; in &lt;a href=&quot;/wiki/Helmstedt&quot; title=&quot;Helmstedt&quot;&gt;Helmstedt&lt;/a&gt;), latinisiert &amp;#039;&amp;#039;Hermannus Conringius (Frisius)&amp;#039;&amp;#039;, war ein deutscher Gelehrter, der in Rechtswissenschaft, Politik, Naturphilosophie und Medizin tätig war. Er wirkte über Jahrzehnte an der &lt;a href=&quot;/wiki/Universit%C3%A4t_Helmstedt&quot; title=&quot;Universität Helmstedt&quot;&gt;Universität Helmstedt&lt;/a&gt; und stand a…&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hermann Conring.jpg|mini|hochkant|Hermann Conring]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Conring&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* 9. November [[1606]] in Norden, Ostfriesland; † 12. Dezember [[1681]] in [[Helmstedt]]), latinisiert &amp;#039;&amp;#039;Hermannus Conringius (Frisius)&amp;#039;&amp;#039;, war ein deutscher Gelehrter, der in Rechtswissenschaft, Politik, Naturphilosophie und Medizin tätig war. Er wirkte über Jahrzehnte an der [[Universität Helmstedt]] und stand als Arzt und Berater in Verbindung mit mehreren europäischen Höfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Forschung wird er häufig als Begründer der wissenschaftlichen deutschen Rechtsgeschichte bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Familie ===&lt;br /&gt;
Hermann Conring wurde am 9. November [[1606]] als zweitjüngstes von zehn Kindern des lutherischen Pastors Hermann Conring und dessen Ehefrau Galathea Copin in Norden geboren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jori1&amp;quot;&amp;gt;Alberto Jori: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Conring (1606–1681). Der Begründer der deutschen Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2006, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Vater hatte Theologie in Rostock und Wittenberg studiert, war seit [[1588]] Pastor in Hinte und ließ sich nach dem Verlust dieser Stelle [[1600]] mit der Familie in Norden nieder, wo er erneut ein Pfarramt übernahm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jori1&amp;quot; /&amp;gt; Der Großvater väterlicherseits stammte aus Drenthe und war um [[1550]] nach Ostfriesland gekommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jori1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Geschwister starben während einer Pestepidemie [[1611]]. Eine besonders enge Beziehung verband Conring mit seinem älteren Bruder Johannes, der seit [[1611]] an der [[Universität Helmstedt]] Theologie studierte und später wiederholt als Vermittler akademischer Kontakte wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schulbildung und frühe Bildung ===&lt;br /&gt;
Den ersten Unterricht erhielt Conring im Elternhaus; seine Mutter vermittelte ihm früh Kenntnisse in Latein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jori1&amp;quot; /&amp;gt; Von [[1613]] bis [[1620]] besuchte er die Lateinschule in Norden. Bereits als Schüler verfasste er philosophische und literarische Texte. Dazu gehörte die Satire &amp;#039;&amp;#039;Somnium seu Satyra Menippaea&amp;#039;&amp;#039;, die über seinen Bruder in die Hände des Helmstedter Philosophen [[Cornelis Martini]] gelangte.&amp;lt;ref&amp;gt;Alberto Jori: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Conring (1606–1681). Der Begründer der deutschen Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2006, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studium in Helmstedt und Leiden ===&lt;br /&gt;
Am 25. Oktober [[1620]] wurde Conring an der [[Universität Helmstedt]] immatrikuliert. Dort hörte er unter anderem Vorlesungen bei Martini, [[Georg Calixt]] und [[Konrad Hornejus]]. Weitere Einflüsse gingen von Rudolf Diephold, Christoph Heidmann und Nicolaus Granius ([[1569]]–[[1631]]) aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Alberto Jori: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Conring (1606–1681). Der Begründer der deutschen Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2006, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges zwangen ihn [[1623]] zur Rückkehr nach Norden. Ein erneuter Aufenthalt in Helmstedt wurde [[1625]] durch eine Pestepidemie abgebrochen. Noch im selben Jahr ging Conring auf Empfehlung Calixts nach Leiden. Dort studierte er bis [[1631]] und wandte sich verstärkt naturwissenschaftlichen, medizinischen und staatswissenschaftlichen Themen zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Alberto Jori: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Conring (1606–1681). Der Begründer der deutschen Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2006, S. 10 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf-Dieter Müller-Jahncke: &amp;#039;&amp;#039;Conring, Hermann.&amp;#039;&amp;#039; In: Werner E. Gerabek u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin u. a. 2005, S. 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit den Schriften von Hugo Grotius setzte er sich intensiv auseinander.&amp;lt;ref&amp;gt;Alberto Jori: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Conring (1606–1681). Der Begründer der deutschen Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2006, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1630]] wurde er mit der Schrift &amp;#039;&amp;#039;De origine formarum secundum Aristotelem&amp;#039;&amp;#039; promoviert. Darin behandelte er aristotelische Formlehre und knüpfte damit an seine naturphilosophischen Interessen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauslehrertätigkeit und erste Professur ===&lt;br /&gt;
Nach dem Studium wurde Conring auf Vermittlung [[Georg Calixt|Calixts]] Hauslehrer des Sohnes von Arnold Engelbrecht, Kanzler des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel.&amp;lt;ref&amp;gt;Alberto Jori: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Conring (1606–1681). Der Begründer der deutschen Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2006, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während dieser Zeit hielt er Kontakt zur [[Universität Helmstedt]] und bewarb sich [[1632]] erfolgreich auf eine Professur für Naturphilosophie und Rhetorik.&amp;lt;ref&amp;gt;Alberto Jori: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Conring (1606–1681). Der Begründer der deutschen Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2006, S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen Vorlesungen vertrat er eine stark aristotelisch geprägte Naturlehre. Er betonte die Einheit des Wissens und förderte einen universalgelehrten Ansatz, der verschiedene Disziplinen miteinander verband. Ein geplantes Lehrbuch zur Naturphilosophie behandelte Grundbegriffe wie Zeit, Raum und Bewegung sowie astronomische Fragen, blieb jedoch unvollendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Alberto Jori: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Conring (1606–1681). Der Begründer der deutschen Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2006, S. 36 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medizinische Ausbildung und Professur ===&lt;br /&gt;
In den 1630er-Jahren wandte sich Conring zusätzlich der Medizin zu, auch aus wirtschaftlichen Gründen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jori2&amp;quot;&amp;gt;Alberto Jori: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Conring (1606–1681). Der Begründer der deutschen Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2006, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 29. Juli [[1634]] erlangte er den Grad eines Lizentiaten der Medizin und promovierte bald darauf mit einer Arbeit über Skorbut zum Doktor der Medizin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jori2&amp;quot; /&amp;gt; [[1636]] folgte zusätzlich eine Promotion zum Doktor der Philosophie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf-Dieter Müller-Jahncke: Conring, Hermann. In: Werner E. Gerabek u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin u. a. 2005, S. 269.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1637]] wurde er auf eine Professur für Medizin an der [[Universität Helmstedt]] berufen.&amp;lt;ref&amp;gt;Alberto Jori: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Conring (1606–1681). Der Begründer der deutschen Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2006, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis [[1640]] lehrte er parallel Naturphilosophie, Rhetorik und Medizin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein medizinisches Lehrbuch &amp;#039;&amp;#039;Introductio in universam artem mediciam singulasque eies partes&amp;#039;&amp;#039; bot eine systematische Darstellung der Medizin. Es verband traditionelle Lehren mit der Auseinandersetzung mit neueren Erkenntnissen. Conring setzte sich unter anderem mit der Lehre William Harveys vom Blutkreislauf auseinander, die er als bedeutende Neuerung betrachtete.&amp;lt;ref&amp;gt;Alberto Jori: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Conring (1606–1681). Der Begründer der deutschen Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2006, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Toellner: &amp;#039;&amp;#039;Zum Begriff der Autorität in der Medizin der Renaissance.&amp;#039;&amp;#039; In: Rudolf Schmitz, Gundolf Keil (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Humanismus und Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Weinheim 1984, S. 175 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Lehre legte er Wert auf praktische Demonstrationen, wozu auch anatomische Übungen gehörten.&amp;lt;ref&amp;gt;Alberto Jori: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Conring (1606–1681). Der Begründer der deutschen Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2006, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner akademischen Tätigkeit war Conring als praktizierender Arzt tätig. [[1649]] wurde er Leibarzt von Juliane Louise von Ostfriesland. [[1650]] erhielt er bei einem Aufenthalt in Stockholm auch von Christina von Schweden diesen Titel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jori3&amp;quot;&amp;gt;Alberto Jori: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Conring (1606–1681). Der Begründer der deutschen Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2006, S. 119.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Professur für Politik und Staatslehre ===&lt;br /&gt;
Seit den 1630er-Jahren befasste sich Conring intensiv mit politischen und staatsrechtlichen Fragen. [[1650]] übernahm er als Nachfolger von [[Heinrich Julius Scheurl]] die Professur für Politik in [[Helmstedt]].&amp;lt;ref&amp;gt;Alberto Jori: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Conring (1606–1681). Der Begründer der deutschen Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2006, S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Berufung stand auch im Zusammenhang mit einem Angebot aus Schweden, das seine Verhandlungsposition stärkte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jori3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen politischen Schriften und Vorlesungen behandelte er unterschiedliche Staatsformen und deren historische Entwicklung. Er setzte sich mit Autoren wie Niccolò Machiavelli und Joachim Hopper auseinander und arbeitete an einer vergleichenden Darstellung europäischer Staaten, die unvollendet blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Alberto Jori: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Conring (1606–1681). Der Begründer der deutschen Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2006, S. 116 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentrales Thema war für ihn die historische Bedingtheit politischer Ordnungen. Er argumentierte, dass Staatsformen nicht unabhängig von Geschichte, sozialen Strukturen und Mentalitäten zu verstehen seien. In diesem Zusammenhang diskutierte er auch den Begriff des Naturzustands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Beratungstätigkeit ===&lt;br /&gt;
Parallel zu seiner Professur war Conring als politischer Berater tätig. Er wurde an mehreren Höfen zum Hofrat ernannt, darunter bei Juliane von Ostfriesland und Christina von Schweden. Außerdem beriet er Friedrich III. von Dänemark sowie August den Jüngeren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Ludwig XIV. verfasste er wiederholt Gutachten zu Rechts- und Staatsfragen; seit [[1664]] bezog er von ihm eine regelmäßige Rente.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jori3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Am 21. April [[1636]] heiratete Conring in [[Helmstedt]] Anna Maria Stucke ([[1617]]–[[1694]]), Tochter des braunschweigischen Kanzlers Johann Stucke. Aus der Ehe gingen mehrere Kinder hervor, darunter:&lt;br /&gt;
* Hermann Johann ([[1644]]–[[1695]]), Jurist und Hofgerichtsassessor&lt;br /&gt;
* Anna Maria ⚭ [[Johannes Saubert der Jüngere|Johann Saubertus]] († [[1688]]), Theologieprofessor&lt;br /&gt;
* [[Maria Sophia Schellhammer|Maria Sophie]] ⚭ [[Günther Christoph Schelhammer]] († [[1716]]), Mediziner&lt;br /&gt;
* Johanne Juliane ⚭ [[Justus Bötticher]], Jurist und Diplomat&lt;br /&gt;
* Catharina Galatea ([[1639]]–[[1679]]) ⚭ Anton Pauli, Verwaltungsbeamter in Norden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Conring starb am 12. Dezember [[1681]] in [[Helmstedt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Rechtsgeschichte ===&lt;br /&gt;
Seit den 1630er-Jahren widmete sich Conring intensiv der Geschichte und Geltung des Rechts im Heiligen Römischen Reich. Sein Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;De origine iuris Germanici&amp;#039;&amp;#039; erschien erstmals [[1643]] und später in erweiterten Auflagen. Darin untersuchte er die historischen Grundlagen des deutschen Rechts und bezog neben Rechtstexten auch politische und institutionelle Rahmenbedingungen ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Alberto Jori: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Conring (1606–1681). Der Begründer der deutschen Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2006, S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wandte sich gegen die Vorstellung, römisches Recht sei allein aufgrund eines kaiserlichen Übertragungsakts verbindlich geworden, wie es in der &amp;#039;&amp;#039;Lotharische Legende&amp;#039;&amp;#039; angenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Wieacker: &amp;#039;&amp;#039;Privatrechtsgeschichte der Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage 1967, S. 205 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit verband er historische Argumentation mit rechtstheoretischen Überlegungen. Conring gilt als ein Vertreter des &amp;#039;&amp;#039;usus modernus pandectarum&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitgenössisch stieß das Werk auf Kritik; unter anderem erhob Johannes Gryphiander den Vorwurf des Plagiats.&amp;lt;ref&amp;gt;Alberto Jori: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Conring (1606–1681). Der Begründer der deutschen Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2006, S. 103, Fn. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medizin und Naturphilosophie ===&lt;br /&gt;
Auch in der Medizin verband Conring traditionelle Lehren mit der Aufnahme neuer Beobachtungen. Seine Lehrtätigkeit umfasste sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Aspekte. In der Naturphilosophie blieb Aristoteles ein zentraler Bezugspunkt, wobei Conring versuchte, unterschiedliche Wissensgebiete systematisch zusammenzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachwirkung ===&lt;br /&gt;
Conring wird als vielseitiger Gelehrter des 17. Jahrhunderts beschrieben. Seine Arbeiten zur Rechtsgeschichte beeinflussten die spätere historische Rechtsforschung. Zudem wirkte er durch Gutachten und Empfehlungen an der Entwicklung der späteren Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel mit. Zu seinen Ehren trägt der orientalische Ackerkohl den wissenschaftlichen Namen &amp;#039;&amp;#039;Conringia orientalis&amp;#039;&amp;#039;. Die lateinische Inschrift auf seinem Grabstein, der auf einem Gut in [[Groß Twülpstedt]] steht (sein Sarg ist in der Gruft der dortigen Kirche [[St. Maria und St. Cyriakus (Groß Twülpstedt)|St. Maria St. Cyriakus]]), lautet übersetzt: &amp;#039;&amp;#039;„In diesem Hügel ist beschlossen der Berater von Königen und Fürsten, Doktor des öffentlichen Völkerrechts, Kenner der gesamten Philosophie, der praktischen und theoretischen, ein ausgezeichneter Philologe, Redner, Dichter, Historiker, Arzt, Theologe. Du glaubst viele seien hier beigesetzt? Einer ist es: Hermann Conring, das Wunder des Jahrhunderts.“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hermanni Conringii Introductio In Naturalem Philosophiam Et Naturalium Institutionum Liber I., Quibus praecipue vera ac Aristotelica, cum philosophandi ratio, tum doctrina de Ortu rerum ex materia, illustratur&amp;#039;&amp;#039;. Muller, Helmstedt 1638. ([http://diglib.hab.de/drucke/li-sbd-69-3s/start.htm Digitalisat])&lt;br /&gt;
* [http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10509287-6 &amp;#039;&amp;#039;De origine iuris Germanici.&amp;#039;&amp;#039;] Helmstedt 1643.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De sanguinis generatione et motu naturali. Opus novum.&amp;#039;&amp;#039; Rixner, Helmstedt 1643. [mit Vorwort vom Dezember 1642]; Neudruck Leiden 1646.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De finibus Imperii Germanici libri duo, quibus jura Finium a primo Imperii exordio ad haec nostra usque tempora propugnantur&amp;#039;&amp;#039;. Muller, Helmstedt 1654. ([https://books.google.de/books?id=X-JKAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Introductio In Universam Artem Medicam Singulasque Eius Partes,	Ex Publicis Eius Praecipue Lectionibus Olim Concinnata Nunc Vero Additamentis Necessariis Aucta Continuata Ad Nostra Tempora Praecipuorum Scriptorum Serie. Accesserunt Johannis Rhodii, Aliorumque In Arte Principum Virorum Consimilis Argumenti Commentationes.&amp;#039;&amp;#039; Krug, Halle/Leipzig 1726. ([https://books.google.de/books?id=FRAQK2mGKfwC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Opera&amp;#039;&amp;#039;. 7 Bände. Scientia Verl., Aalen 1970–1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textausgaben und Übersetzungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bibliotheca Augusta zu Wolfenbüttel. Zugleich über Bibliotheken überhaupt.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzt von Peter Mortzfeld. ISBN 978-3-89244-895-2&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Ursprung des deutschen Rechts.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Michael Stolleis, übersetzt von Ilse Hoffmann-Meckenstock. Insel, Frankfurt am Main 1994.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Monographien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Alberto Jori: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Conring (1606–1681). Der Begründer der deutschen Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; MVK, Tübingen 2006, ISBN 3-935625-59-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lexikonartikel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Erich Döhring: Conring, Hermann. In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Deutsche Biographie&amp;#039;&amp;#039; (NDB). Band 3. Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 1957, ISBN 3-428-00184-2, S. 342–343 ([https://www.deutsche-biographie.de/gnd11852190X.html#ndbcontent deutsche-biographie.de]).&lt;br /&gt;
* Hans Dieter Lange: &amp;#039;&amp;#039;Conring, Hermann.&amp;#039;&amp;#039; In: Horst-Rüdiger Jarck, Dieter Lent u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 8. bis 18. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Appelhans, Braunschweig 2006, ISBN 978-3-937664-46-0, S. 154–156.&lt;br /&gt;
* Wolf-Dieter Müller-Jahncke: &amp;#039;&amp;#039;Conring, Hermann.&amp;#039;&amp;#039; In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 269.&lt;br /&gt;
* Bernhard Pahlmann: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Conring.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerd Kleinheyer, Jan Schröder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche und Europäische Juristen aus neun Jahrhunderten.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. C. F. Müller, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8252-0578-2, S. 103–106.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Conring, Hermann.&amp;#039;&amp;#039; In: Joachim Rückert und Jürgen Vortmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Niedersächsische Juristen.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2003, S. 31–35.&lt;br /&gt;
* Michael Stolleis: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Conring.&amp;#039;&amp;#039; In: Michael Stolleis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Juristen. Ein biographisches Lexikon. Von der Antike bis zum 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1995, ISBN 3-406-39330-6, S. 135 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;query=11852190X Literatur von und über Hermann Conring] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/11852190X Werke von und über Hermann Conring] in der Deutschen Digitalen Bibliothek&lt;br /&gt;
* [https://kxp.k10plus.de/DB=1.28/REL?RELTYPE=TT&amp;amp;PPN=004072561 Druckschriften von und über Hermann Conring] im VD 17&lt;br /&gt;
* [http://www.philological.bham.ac.uk/bibliography/conring.html Verzeichnis der Werke Hermann Conrings]&lt;br /&gt;
* [http://www.philological.bham.ac.uk/bibliography/ch.html Nachweis in der] Analytic Bibliography of Online Neo-Latin Texts&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Conring_Hermann.pdf: Conring, Hermann],&amp;#039;&amp;#039; Biographie im &amp;#039;&amp;#039;Biographischen Lexikon für Ostfriesland&amp;#039;&amp;#039; (PDF)&lt;br /&gt;
* [http://www.andreas-lukas.de/rechtsphilosophie/digitalisate/ Digitalisat seiner staatsphilosophischen Dissertation &amp;#039;&amp;#039;De optima republica&amp;#039;&amp;#039; 1652]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Conring, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universalgelehrte:r]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner:in]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsrechtler:in]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtshistoriker:in]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer:in]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche:r]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1606]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1681]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Conring, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Polyhistor, Leibarzt der Königin Christina v. Schweden, dänischer Staatsrat und Leiter des bremen-verdischen Archivs in Stade&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. November 1606&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Norden&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Dezember 1681&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Helmstedt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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